Das Kastell (Klick um zu vergrößern)

Barletta ist nach Bari die größte Stadt an der Adriaküste Apuliens.

Das Kastell aus dem 13. Jh., das früher direkt am Meeresufer stand, gehört zu den eindruckvollsten mittelalterlichen Wehrbauten Apuliens. Es wurde zu Beginn des 10. Jahrhunderts von den Normannen errichtet. Während der Kreuzzüge diente es als Stützpunkt für Kreuzritter und ihren Anhang, die sich hier auf dem Weg ins Heilige Land sammelten.

Unter der Regierung Friedrichs II. wurde das Kastell in der Zeit von 1225 bis 1228 weiter ausgebaut. Als die Anjou in Apulien die Herrschaft übernahmen, ließen sie die Festung weiter ausbauen. Unter Karl V. wurde die Festung ein weiteres Mal ausgebaut, um vier massive Bastionen erweitert und erhielt ihre heutige Gestalt.

Während des Ersten Weltkriegs diente das Kastell als Kaserne und Waffenarsenal.

Im gleichen Jahrhundert entstand einige Schritte weiter der romanische Dom Santa Maria Maggiore. Die Kathedrale ist auf den Fundamenten eines ehemaligen Neptun-Tempels errichtet worden. Der Bau zeigt eine Mischung von romanischen und gotischen Bauformen. In einem unteren Geschoss befinden sich die so genannten Grotticella-Gräber aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., über denen im 6. Jahrhundert eine frühchristliche Basilika erbaut wurde. Im 12. Jahrhundert wurde an dieser Stelle eine romanische Basilika errichtet, die 1267 geweiht wurde. Der Bau wurde im 14. Jahrhundert im Stil der Gotik verändert, das Schiff erhielt ein gotisches Rippengewölbe.

1774