Regensburg
Deutschland

Höhe: 342 m

Besucht am: 29.5.2015

Wo heute Regensburg liegt, existierte früher eine keltische Siedlung namens Radasbona. Im Jahre 179 gründete Kaiser Marcus Aureiius Castra Regina, ein riesiges Lager für das römische Heer. Teile der Porta Praetoria, der römischen Stadtmauer, sind heute noch vorhanden.

Anfang des 6. Jahrhunderts wurde Regensburg Residenz der Agilolfinger Herzöge von Bayern. Im Jahre 739 errichtete St. Bonifatius hier ein Bistum. Karl der Große beendete 788 die Herrschaft der Agilolfinger, und die Stadt wurde Residenz der Karolinger. Während des 12. und 13. Jahrhunderts entwickelte sich Regensburg zur reichsten und beliebtesten Stadt Süddeutschlands; der Brennerpass ermöglichte intensiven Handel mit Venedig. Viele Kirchen, dynastische Türme und Patrizierhäuser aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurden in einem Stil erbaut, den man nördlich der Alpen an keinem anderen Ort findet. Dieser Stil gibt der Stadt ihre mittelalterliche Prägung.

Der „lmmerwährende Reichstag", das erste deutsche Parlament, versammelte sich zwischen 1663 und 1806 in Regensburg. Botschafter fremder Länder brachten zusätzlich Glanz in das soziale Leben der Stadt. lm Jahre 1809 wurde Regensburg von den Franzosen gestürmt. Nach der Wiedervereinigung mit Bayern 1810 schrumpfte die Bedeutung der Stadt, und Regensburg wurde eine kleine Provinzstadt.

Dies änderte sich erst nach und nach in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als eine Universität gegründet wurde und sich verstärkt Industrie hier ansiedelte. Der gotische Regensburger Dom St. Peter mit dem romanischen „Eselsturm” ist ein Relikt der alten Kathedrale, die als Stütze der neuen gotischen Konstruktion stehen gelassen wurde. Die Bauarbeiten wurden 1525 unterbrochen und erst 1859 mit den Arbeiten an den Zwillingstürmen fortgesetzt. Der Dom wurde 1869 fertig gestellt. Die Zwillingstürme, 105 Meter hoch, wurden zwischen 1859-1869 errichtet. Besonders beeindruckend sind die Buntglasfenster des Doms. Hier kann man regelmäßig den Konzerten der Regensburger Domspatzen lauschen. Der weithin bekannte Knabenchor besteht bereits seit dem 19. Jahrhundert.

Glücklicherweise wurde Regensburg während des Zweiten Weltkrieges praktisch nicht beschädigt. Touristen können sich heute an der ursprünglichen Altstadt erfreuen, mit ihren Kirchen, Palästen und reizenden alten Häusern, die so gut erhalten sind wie Vor Hunderten von Jahren.

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