Die Camargue ist ein Gebiet im Süden Frankreich, das zum größten Teil zwischen den beiden Mündungsarmen der sich nördlich von Arles teilenden Rhône liegt.

Die Camargue erstreckt sich über eine Fläche von knapp 1.000 qkm. Der größte Teil davon wird landwirtschaftlich zum Gemüse-, Obst- und Reisanbau sowie zur Viehzucht genutzt. Der hauptsächlich aus Schwemmland bestehende Boden bietet günstige Bedingungen dafür.

Bekannt ist die Camargue vor allem als Naturschutzgebiet, das hauptsächlich aus dem Étang de Vaccarès und dem südlich davon liegenden Streifen zum Meer besteht. Im Naturschutzgebiet lebt eine mit 400 Arten reiche Wasservogelwelt (z.B. Großer Flamingo).

Der Étang de Vaccarès ist der größte der zahlreichen sehr flachen Seen , die die für die Camargue typische Landschaft prägen.

Touristische Attraktionen sind die wildlebenden Herden der weißen Camargue-Pferde, einer nur hier vorkommenden Pferderasse, sowie die teilweise sehr großen Herden der Camargue-Stiere.

Die Stiere müssen für die größtenteils unblutigen Stierkämpfe in den Arenen der Provence herhalten. Ihr Fleisch (frz: Taureau, auch Toro) ist eine Spezialität der provenzalischen Küche. Pferde und Stiere leben im Freien, sie haben aber Besitzer und tragen entsprechende Brandzeichen; es sind also keine wilden Tiere.

Die größte Stadt der Camargue ist der Wallfahrtsort Les Saintes-Maries-de-la-Mer. Hier steht eine alte Wehrkirche aus dem 9. Jahrhundert mit den Reliquien der Heiligen Maria Jakobäa und der Heiligen Maria Salome.

Bekannt ist die Camargue auch für die Salinen und die Gewinnung des Fleur de Sel.


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Étang de Vaccarés

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Der Étang de Vaccarès ist ein flacher salziger Strandsee im Zentrum der Camargue. Er ist etwa 6500 Hektar groß und hat eine Tiefe zwischen 50 Zentimeter und 2 Metern. Die Tiefe schwankt in Abhängigkeit vom Wetterverlauf.

Der See bietet vielen Zugvögeln Lebensraum und Nahrung. Er beherbergt auch die für die Camargue charakteristischen rosafarbenen Flamingos.

Dem Volksglauben nach soll das Seeufer Aufenthaltsort der sagenhaften bête du Vaccarès, eines panähnlichen Mischwesens aus Mensch und Ziege, gewesen sein.

An der D37

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Überall sieht man die berühmten weißen, wilden Pferde der Camargue.

An der D58

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Als Sandwein (frz. Vin de Sable) bezeichnet man Wein aus Reben, die auf Sandböden angebaut werden. Aus der Küstenluft fangen sich Meeresaromen und Meersalz in der fettigen Schicht auf den Trauben, was dem Sandwein seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Ein Großteil der Sandweine sind Rosés. Dieser wird in dieser Gegend gekühlt zu fast jeder Gelegenheit getrunken.

An der D58 kurz vor Aigues-Mortes gibt es eine ganze Reihe von Weingütern, die Sandwein anbauen.

An der D570

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An der D570, die von Sainte-Maries-de-la-Mer nach Aigues-Mortes führt, gibt es eine ganze Reihe von Angeboten von Reittouren in die Camargue (Promenade à Cheval)

An der D38

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In der Camargue wird auch Reis angepflanzt

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