Der Frühling ist die schönste Jahreszeit, um Mouthier-Haute-Pierre zu entdecken, denn im ganzen, von der Loue durchflossenen Tal blühen die Kirschbäume. Ihr Anbau war von den Benediktinern eingeführt worden, die sich im 9. Jahrhundert hier niederließen. Von der ehemaligen Prioratsabtei sind noch zahlreiche Gebäude erhalten, die heute in privater Hand sind. Lange Zeit lebte das Dorf ausschließlich vom Weinbau, heute sind davon allerdings nur noch die Winzerhäuser - mit ihren Kellern mit beschlagenen Toren (teilweise auch zugemauert)&xnbsp; den Holzbalkonen - im oberen Teil des Dorfes geblieben. Bei der Besichtigung dieses Viertels entdeckt man Brunnen und gewölbte Durchgänge sehenswert ist vor allem die pittoreske Rue Robert-Dame mit ungewöhnlichen, an den Ecken aneinandergebauten Häusern und wunderschönen, weit überhängenden Dächern. Ganz oben trifft man schließlich auf die Kirche Saint-Laurent aus dem 15. Jahrhundert. Der älteste Teil des Dorfes liegt jedoch weiter unten am Flußufer. Bevor man Mouthier verläßt, sollte man den Kirsch probieren, der angeblich dem elsässischen Kirschwasser in nichts nachsteht.

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