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Die Sologne ist ein Wald-, Sumpf- und Schwemmgebiet mit über 3.000 Teichen. Das Wasser zieht zahlreiche Vögel an. Wilde Enten, Reiher und Blässhühner kann man zu allen Jahreszeiten leicht beobachten.

Viele Teiche entstanden im Mittelalter, als die Wälder gerodet wurden, die das Land einmal bedeckten. Ihren Besitzern, Kirchenfürsten, Lehnsherren und reichen Bürgern, sicherte die Teichwirtschaft seit dem 12. Jahrhundert ein gutes Einkommen.



Etang de Marcilly, eine der 3.000 Teiche (auf das Minibild klicken, um es zu vergrößern)

Heute ist die Sologne Jagdrevier wie schon seit Jahrhunderten. Die alteingesessenen solognots leben bescheiden, Industriellen, Politikern und Geschäftsleuten aus den Nobelvierteln von Paris gehört die Hälfte des Landes.

Am Ende langer, privater Wege liegen inmitten riesiger Grundstücke ihre Zweitwohnsitze, oft frühere Gehöfte oder Herrenhäuser. Der Tourist bekommt die Aufteilung der Sologne in ausgedehnten Großgrundbesitz zu spüren. Zahlreiche Wege bleiben ihm verwehrt, weite Teile des Landes sind eingezäunt.

Saint Viâtre ist Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Teichen mit ihren liliengesäumten Ufern. Im Maison des étangs kann man Routenvorschläge erhalten.



Die Backsteinhäuser des Dorfes Souvigny-en-Sologne gruppieren sich um die Kirche, eine characteristische église à caquetoire mit ihrem hölzernen Umgang aus dem 16. Jh., unter dem die Gemeinde auch bei Regenwetter den Plausch nach der Sonntagsmesse geneißen konnte.



In Lamotte-Beuvron steht das Geburtshaus der Schwestern Tatin. Diese haben die Tarte Tatin (umgekehrt gebackener Apfelkuchen) erfunden. In dem Haus befindet sich heute ein Hotel und ein gutes Restaurant mit schönem Garten.



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