Venzone ist ein Ort mit knapp 2300 Einwohnern in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien.

Durch ein schweres Erdbeben am 6. Mai 1976 wurde der Ort nahezu komplett zerstört. Die Erdstöße erreichten eine solche Intensität, dass sie als zerstörend bis verwüstend klassifiziert wurden.

Bereits in den ersten Tagen nach der Katastrophe organisierte ein Bergungsausschuss die Bergung der beweglichen Kulturgüter. Venzone war schwer betroffen, jedoch nicht ausgelöscht. Ein Nachbeben am 15. September 1976 verursachte die vollständige Zerstörung der Altstadt, der Festungsmauern und des Doms.

Die Bevölkerung schloss sich 1977 zu einem Bürgerkomitee zusammen und forderte die lückenlose Wiederherstellung des Dorfes. Man entschied, die zerstörten Häuser nicht einfach zu ersetzen, sondern sämtliche Trümmer wieder genau so zusammenzusetzen, wie sie vor der Katastrophe angebracht waren. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, wurden Fotos des Ortes zusammengetragen, um einzelne herumliegende Mauerstücke identifizieren zu können. Weiter beschloss man an den erfolgreich rekonstruierten Stellen keine neuen Fassaden anzubringen. Lediglich die Stellen, die nicht mehr aus den Trümmern wiederhergestellt werden konnten, wurden mit einer Fassade versehen. Dank dieser Entscheidung kann man sich heute als Besucher des Ortes ein Bild der menschlichen Höchstleistung machen, die die Einwohner Venzones im Zuge des Wiederaufbaues ihres Ortes erbrachten. Auch große Teile des Doms konnte auf diese Art und Weise rekonstruiert werden, die kahlen Mauerstücke innen und außen zeigen die Verluste. Im offenen Rathaus-Palast erinnert eine Bilddokumentation an die Katastrophe und den Wiederaufbau.

Venzone

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