Der berühmte Geirangerfjord, der seit Juli 2005 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht, ist ungefähr 15 Kilometer lang, zwischen 600 m und 1300 m breit und eine Fortsetzung des Sunnylvsfjords. Teilweise erstrecken sich die Berge bis auf 1.500 Meter Höhe. Der Fjord, an dessen Ende das Örtchen Geiranger liegt, misst an seiner tiefsten Stelle rund 200 Meter.


Der Ort Geiranger liegt am Ende des Geirangerfjordes und hat ca. 250 Einwohner; in den Sommermonaten steigt diese Zahl auf bis zu 2000 Einwohner an. Die Einwohner leben fast ausschließlich vom Tourismus, es kommen neben den Hurtigruten-Schiffen jährlich bis zu 200 Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord und somit in Geiranger an. In den Wintermonaten ist der Fjord nicht beschiffbar, da von den umliegenden Bergen Lawinen abgehen, die dann hohe Wellen verursachen.


Die Sieben Schwestern (norwegisch Dei sju systrene bzw. De syv søstre) sind sieben direkt nebeneinander in den Fjord stürzende Wasserfälle im Geirangerfjord. Die größte Fallhöhe des Wassers beträgt 300 Meter. Da es in den Wintern immer weniger schneit und die Wasserfälle vom Schmelzwasser aus den Fjell gespeist werden, sind in den Sommermonaten teilweise nur noch vier Schwestern zu sehen.

Die Sieben Schwestern sind neben dem auf der gegenüberliegenden Fjordseite befindlichen Wasserfall „Freier“ (norw. Friaren) eine der Naturattraktionen bei einer Fahrt durch den Geirangerfjord. Diese Berühmtheit ist vor allem auf die mit den Namen und Aussehen verbundene Sage zurückzuführen.

Der Sage nach wollte der Freier jede der sieben Schwestern nacheinander heiraten. Alle lehnten jedoch ab und wiesen sein Werben zurück. Daraufhin griff der Freier zur Flasche und wurde zum Alkoholiker. Dieses spiegelt sich in der Form des Wasserfalls nieder, welcher die Form einer Flasche annahm.


Die Adlerstraße (norw. Ørnevegen) dürfte mit zu den interessantesten Straßen in Norwegen neben dem Trollstigen und den Adlerkurven am Lysefjord zählen. Die Straße ist rund 8 km lang und hat eine Steigung von bis zu 10 %. Elf Serpentinen schlängeln sich von Meereshöhe hinauf auf 624 Meter und bieten wunderbare Aussichten auf den Geirangerfjord mit seinen Wasserfällen sowie auf den Ort Geiranger.

Seit einigen Jahren gibt es einen Aussichtspunkt mit dem Namen Ørnesvingen, an dem viele Reisebusse halten, teilweise mitten auf der Straße, da es nur einen sehr kleinen Parkplatz gibt.

Lange Zeit war der Ort Geiranger nur über den Djupvaspass oder per Boot erreichbar. Dies führte 1954 zum Bau der Straße, die am 15. September 1955 eröffnet wurde.

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