Wappen Auf der Halbinsel Nordkyn konnte man einen Einblick in die Kultur, Geschichte und Lebensweise der Samen gewinnen. Im Samenlager Davvi Siida lernte man die Familie Utsi in ihrer traditionellen samischen Tracht kennen. Die Familie bat die Besucher in ihr Lavvo (Zelt, temporäre Wohnung), in dem ein Feuer prasselte und heiße Brühe angeboten wurde. Man erfuhr einiges über die Sprache, die Lieder sowie die Gegenstände, die die Samen aus Rentierfell, Holz, Buschwerk und anderem mehr herstellen. Mit dem Mantel, der aus Rentierfell hergestellt wurde, kann man auch bei tiefsten Temperaturen im Freien übernachten.

Die Familie hat sich das Ziel gesetzt, die Kultur der Samen durch die Besuche der Touristen zu verbreiten. Die Samen wurden lange Jahre durch den norwegischen Staat unterdrückt, sodass sie in ihrer Lebensweise, ihrer Kultur und ihrer Sprache sehr eingeschränkt waren.

Die Familie Utsi lebt hauptsächlich von ihrer Rentierzucht. Im Herbst ziehen sie mit den Tieren in den Süden Norwegens. Im Frühjahr kehren sie zurück. Sie wohnen dann in einem normalen Haus nicht weit weg vom Lager. Die Utsis haben drei Söhne und alle drei möchten Rentierzüchter werden. Da Utsis Rentierzucht aber nur eine Familie ernährt, müssen zwei Söhne einen anderen Beruf ergreifen.

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