Der Hahnenkampf ist der Nationalsport der Männer Balis. Auf den Straßen sieht man überall glockenförmig geflochtene Körbe stehen, in denen die Hähne stolz auf und ab gehen. Sie werden eitel bewacht, gepflegt und sogar täglich massiert, damit sich ihre Muskulatur stark entwickelt.

Bei einem Hahnenkampf wechseln große Scheine den Besitzer und die Aufregung ist groß. Wer einen mehrfachen Champion sein Eigen nennt, ist ein geachteter Mann im Dorf.

Den Kampfhähnen werden spezielle, scharfe Messer an die Sporen geschnallt. Diese zentimeterlangen Klingen werden taji genannt.

Der Kampf ist manchmal schon nach wenigen Minuten zu Ende, dem tödlich getroffenen Hahn weint man keine Träne nach, er landet danach im Kochtopf der Familie. Das verspritzte Blut gilt als Opfer zur Besänftigung der bösen Geister.

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