Die Strecke

Um 18:30 Uhr werden wir mit dem Auto bei unserer Gastfamilie in Moskau abgeholt. Der Zustand des Autos bringt uns zu Stoßgebeten, daß es doch noch bis zum Bahnhof Kasanskaja halten möge. Zu unserer Überraschung tut es das sogar.

Der Zug ist ewig lang und sollte eigentlich einen Speisewagen haben. Da wir dem aber mißtrauen, geht Bärbel mit ihren "sagenhaften" Russisch-Kenntnissen einkaufen. Es klappt sogar und später stellen wir fest, daß auch alles recht gut schmeckt. Einen Schrecken bekommen wir beide, als sich herausstellt, daß Bärbel nicht mitbekommen hatte, daß der Zug nicht erst - wie uns ursprünglich mitgeteilt wurde - um 21:14 Uhr abfährt, sondern bereits um 20:03 Uhr. Unsere Betreuung hatte am Abend vorher angerufen und Bescheid gesagt. Hans Walter dachte, Bärbel hätte das mitbekommen. Sie hatte sich nur gewundert, daß wir so früh abgeholt werden. Damit hätte die ganze Reise schon am Anfang schief gehen können: Hans Walter im Zug (ohne Fahrkarten), Bärbel auf dem Bahnhof (mit Fahrkarten)!

Wir haben ein Abteil für 4 Personen für uns beide allein. Dies ist zwar teurer, aber so haben wir Platz und sind vor allem ungestört. Gerade nachts ist das schon angenehmer. Die Betten (obere Betten) sind bereits bezogen. Kostenpunkt für die Bettwäsche: 70 Rubel (ca. DM 5,85). Die unteren Betten lassen wir als Bank. So müssen wir über Nacht nicht alles wegräumen.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni schlafen wir gut. Am folgenden Tag sehen wir praktisch nur Landschaft: Wald, hauptsächlich Weißbirken, sumpfig, ab und zu ein kleines Dorf mit den nun schon gut bekannten Holzhäusern, meistens braun, ab und zu ein blaues. Eine Landschaft, die intakt aussieht. Das Wetter ist gut, die Sonne scheint. Eine ruhige, erholsame Fahrt. Da wir am nächsten Tag früh in Schadrinsk ankommen (Ortszeit 6:00 Uhr, Moskauer Zeit 4:00 Uhr - an die wir gewöhnt waren, MESZ 2:00 Uhr) gehen wir früh ins Bett. Vom Ural bekommen wir nicht viel mit. Wir durchfahren ihn in der Dunkelheit.

Am 29. Juni gegen 6:30 Uhr erreichen wir Schadrinsk und werden von unserer Gastfamilie Nadja und Alexander (genannt Sascha) abgeholt.

zwischen Moskau und dem Ural

zwischen Moskau und dem Ural

zwischen Moskau und dem Ural

Blick aus dem Zug

Aufenthalt

Die Händler nähern sich

Proviantangebot

1818