Vom Festland durch das "Kleine Meer" (Maloje Morje) getrennt, befindet sich längs der Westküste im mittleren Teil des Baikals die Insel Ol'chon. Mit einer Länge von etwa 70 km und einer durchschnittlicher Breite von 10 km ist sie die größte Insel des Sees.

Nach Ol'chon kommt man mit der Fähre vom Dorf Sachjurta/MRS. Bis dorthin fuhren wir von Irkutsk über 8 Stunden mit einem sehr klapprigen und total überladenen Bus. Jeder Reisende hatte mehrere Taschen, die dann im Gang gestapelt wurden.

Landschaftlich ist Ol'chon sehr abwechslungsreich; die Ostküste ist steil und etwas höher gelegen als der restliche Teil (höchster Punkt 1.274 m), aber auch insgesamt ist das Relief sehr hügelig. Neben Wald ist vor allem die Steppenlandschaft charakteristisch für Ol'chon.

Das Klima ist trocken, im Sommer regnet es selten. Daher auch der Name Ol'chon, was aus dem Burjatischen kommt ("olchan") und mit "trocken"/"dürr" übersetzt werden könnte (trotzdem hat es während unseres Aufenthalts von 3 Tagen 2 Tage geregnet).

Die Vegetation ist trotz Trockenheit recht reichhaltig, neben Lärchen und sibirischer Zeder (deren Nüsse man im Herbst essen kann), gibt es jede Menge Pilze und Beeren.

Die Insel ist dünn besiedelt, vorwiegend von Burjaten, einem asiatischen Volk mongolischer Abstammung. Ihr Prozentanteil an der Bevölkerung liegt auf Ol'chon höher als irgendwo sonst in der burjatischen autonomen Republik. Natürlich wohnen hier auch einige Russen. Von der ursprünglichen Kultur der Burjaten, ihrem Jurtenleben sowie von ihren Sitten und Bräuchen ist kaum noch was zu bemerken. Khuzhir ist der größte Ort der Insel.



siehe auch Sternflüstern
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