Die Hauptstadt der Mongolei ist Ulaanbaatar. Die Stadt wechselte häufiger ihren Namen, den heutigen Namen erhielt sie erst 1924, drei Jahre nach Ausrufung des Kommunismus in der Mongolei. Sie heißt seitdem Ulaanbaatar (übersetzt "Roter Held", die Schreibvariante Ulan Bator gilt als russisch-kolonial).

Sie war stets das Zentrum des zentralistisch organisierten Staates, was sich auch daran zeigt, daß neben den Verwaltungsfunktionen die Industrie hier konzentriert wurde.

Ulaanbaatar hat heute über 600.000 Einwohner. Damit lebt ziemlich exakt ein Viertel der Gesamtbevölkerung des Landes in der Hauptstadt, ein erheblicher Teil davon in den traditionellen Jurten im Norden und Westen der Stadt, viele aber auch in den großen Neubausiedlungen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten errichtet wurden und das Gesicht der Hauptstadt mit prägen.

Ulaanbaatar liegt in gut 1500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel, ringsherum umgeben von den über 2000 Meter hohen Bergen des Khentii-Gebirges. So kann man praktisch von jedem Punkt der Stadt in die grüne Natur blicken, ein angenehmer Kontrast zu den meisten Hauptstädten der Welt.

Blick auf Ulaanbaatar

Im Zentrum der Stadt liegt der Suche-Baatar-Platz, nach Meinung vieler Leute einer der häßlichsten Plätze der Welt. Am Ende des Platzes befindet sich ein Nachbau des Moskauer Lenin-Mausoleums, in dem die Mumie des kommunistischen Staatsgründers Suche Baatar liegt. Der Platz bildet zweifellos nicht nur das geographische, sondern auch das ideelle Zentrum der Stadt.

Suche-Baatar-Platz

Blickt man vom Platz in östlicher Richtung sieht man das Opernhaus.

Opernhaus

Vor dem Platz an der Ecke mit dem großen grauen Gebäude des Hauptpostamtes läßt sich der Straßenverkehr mongolischer Prägung hervorragend beobachten.

Straßenverkehr

Gegenüber beginnt die große Chinggis Avenue. Gleich auf der rechten Seite der Chinggis Avenue befindet sich das Staatstheater.

Staatstheater

Gegenüber dem Staatstheater steht der berühmteste Biergarten des Landes, "Khan Bräu".

Khan Bräu Biergarten

Das Gandan-Kloster ist das Zentrum des Buddhismus in der Mongolei und das größte aktive Kloster im Lande. In der weitläufigen Anlage befinden sich neben verschiedenen religiösen Einrichtungen unter anderem eine Bibliothek mit umfangreichen Beständen und eine theologische Ausbildungsstätte. Hierher ließen die Sowjets den Dalai Lama einladen, wenn sie die Regierung der VR China ärgern wollten.

Kloster Gandan

Kloster Gandan

Am Ende der Chinggis Avenue kurz vor der Brücke über die Transmongolische Eisenbahn befindet sich der Winterpalast des letzten Khan der Mongolei, der zwischen 1911 und 1924 zugleich das politische und religiöse Oberhaupt der Mongolen war.

Kaiserpalast Bogd Khan

Das Telefonnetz (Festnetz) in der Mongolei ist in keinen guten Zustand. Deshalb wird verstärkt das Mobilfunknetz ausgebaut. Wie in jeder westlichen Stadt sieht man viele Menschen mit Handys. Unsere Handys (D2) konnten wir in der Mongolei nicht benutzen, da es (noch) keine Roaming-Abkommen gibt. Einer unserer Provider sagte auf Anfrage, daß der technische Standard des Mobilfunknetzes in der Mongolei noch nicht den Anforderungen entsprechen würde. Die Kommunikation mit Zuhause wickelten wir per Internet aus Internetcafés heraus ab.

Im Stadtgebiet sieht man eine ganze Reihe "fliegender Telefonzellen": Menschen, die gegen eine Gebühr Telefongespräche von Funktelefonen anbieten.

fliegende Telefonzelle

1758