Ein besonderer Höhepunkt unserer Reise war der Aufenthalt bei mongolischen Nomaden in der Steppe.

Es handelte sich nicht um ein Touristencamp, sondern um eine ganz normale Nomadenfamilie, die vorher noch keine Fremden aufgenommen hatte.

Am Morgen des 14. Juli werden wir von Oyuna, unserer Reiseleiterin und einem Chauffeur mit russischem Jeep in unserer Unterkunft bei Mandrakh und Indra in Ulaanbaatar abgeholt, um in einer ungefähr 2-stündigen Fahrt zu unseren Gastgebern in der Aimag (Provinz) Tuv zu fahren. Der Jeep war am Dachinneren dick gepolstert. Während der Fahrt stellten wir fest, daß dies sehr notwendig war. Bei der Fahrt duch die unebene Steppe hoppelte der Jeep aufgrund seiner straffen Federung so stark, daß man bis an das Dach geschleudert wurde.

Fahrt zu den Nomaden

Nach ca. einer Stunde Fahrt legen wir eine Rast in der Steppe ein.

Unser russischer Jeep

Es herrscht eine fast absolute Stille. Nur ein klack klack ist hin und wieder zu hören; wir stellen mit Hilfe unserer Reiseleiterin fest, daß es Heuschrecken sind, die beim Fliegen dieses Geräusch machen.

Heuschrecke

Die Steppe ist voll von Blumen und duftenden Kräutern. Unter anderem sehen wir auch eine Aloe-Art, die für die Herstellung von Parfüm verwendet wird.

Steppe

Blumen in der Steppe

Äußerst überrascht waren wir, als wir in der Steppe Flächen mit großen Mengen von Edelweiß sahen

Edelweiß in der Steppe

Auf dem weiteren Weg zur Nomadenfamilie demonstrierte Oyuna einen alten Brauch der Mongolen: wenn sie - meistens an Wegkreuzungen - zu einem Steinhaufen (Ovoo) kommen, heben sie von der Erde einen Stein auf, werfen ihn auf den Steinhaufen und umrunden ihn drei Mal.

Mongolischer Brauch

Die Fahrt ging weiter durch eine wunderschöne Landschaft.

Landschaft

Landschaft

Da Nomaden nur wenige Wochen am gleichen Platz bleiben, war anzunehmen, daß unsere Gastfamilie seit dem letzten Besuch der Reiseleiterin (Vereinbarung unseres Aufenthalts) weitergezogen war. Unser Fahrer hielt zwei Mal an Jurten an und fragte, ob man die Nomaden, zu denen wir wollten, gesehen habe. Man verwies uns das erste Mal vage in südwestliche Richtung, beim zweiten Mal recht genau in eine Richtung und sagte uns, daß wir auf einen Traktor achten sollten.

Nach insgesamt ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir unsere Gastgeber.

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