Homepage von Hans Walter und Bärbel Emmert

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Flagge USA


Hymne USA

Die Frauen tragen bis zu den Waden reichende, dunkle Kleider und hochgeschlossene Schürzen. Die Haare bedecken weiße Häubchen, darüber schwarze Hüte, die das Gesicht wenig schmeichelnd verhüllen.

Die Männer haben ihr Haupt mit steifen, breitkrempigen Hüten bedeckt. Sie tragen zerzauste, ungepflegte Bärte. Wer ins „Amish Country" fährt, kann Menschen in den oben beschriebenen. Trachten sehen. Die Amish, Nachkommen Schweizer Einwanderer, haben ihre Tradition über die Zeiten bewahrt. Ihr Glaube, ihre Religion bedeuten ihnen alles. Sie verachten die Errungenschaften unserer Tage. Sie ziehen den Pferdewagen, das Buggy, dem Auto vor. Sie verzichten auf Elektrizität und sie erleuchten ihre Häuser mit Petroleumlampen und Kerzen; Wasserpumpen treiben sie mit Windrädern an.

Wie ihre Vorfahren sind die Amish unserer Tage Bauern geblieben. Sie benutzen keine Traktoren, sondern althergebrachte Werkzeuge. Mit Pferden pflügen sie die Erde. Im Hof drischt noch immer die ganze Familie das Getreide. Sie leben abgeschlossen im modernsten Land der Erde. Nur ungern und selten lassen die Amish einen Fremden in ihr Leben schauen. Sie wenden sich abrupt ab, wenn man sie fotografieren will, das Buggy fährt schneller, wenn man den Fotoapparat zückt. Die Amish sind bekannt für ihre gute Küche - bei der amerikanischen Küche kein Kunststück -, auch verkaufen sie Brot, Kuchen, natürlich gedüngtes Gemüse, Kartoffeln, an Vorbeifahrende. Sie heißen Stolzfus, Kauffman, Zimmerman und Zinn und sprechen einen deutschen Dialekt; der Bräutigam heißt Hochzeiter; wenn einer sich zu frisieren vergaß, ist er stroovelich.