Als Seidenstraßen bezeichnet man ein Netz von Karawanenstraßen. Unter der Regentschaft des Parthers Mithridates II. wurde im Jahre 115 v.Chr. die Seidenstrasse feierlich eröffnet.

Der Begriff Seidenstraße wurde von Ferdinand von Richthofen geprägt.

Wenn man von der Seidenstraße spricht, wird normalerweise die Hauptroute gemeint, die von Xi'an (der damaligen Hauptstadt von China) über Lanzhou, Wuwei und Zhangye bis Dunhuang führte, sich dort in eine nördliche und südliche Route um die Wüste Takla Makan teilte, die sich bei Kashgar wieder vereinigte und dort über

Tashkent,
Samarkand,
Buchara (Bukhara),
Chiva (Khiva),
Teheran bis Antakaya (heute Antiochia) an die Küste des Mittelmeeres verlief.

Auf der Seidenstraße wurden nicht nur Waren wie Gewürze, Seide, Glas und Porzellan transportiert, sondern mit dem Handel auch Religion und Kultur verbreitet. So verbreitete sich Buddhismus über die Seidenstraße bis nach China und Japan und wurde vorherrschende Religion dort. Auch das Christentum gelang über die Seidenstraße bis zu der damaligen Hauptstadt von China, wie eine Steintafel in heutigem Xi'an dokumentiert. Die Kenntnisse von Papier und Schwarzpulver kamen entlang der Seidenstraße in die arabischen Länder und gelangten von dort später nach Europa.

Timur, auch Timur Lenk, Timur-i Lenk, Timur Läng, Timur Khan (* 1336, Kesh - heute Shaxrisabz -, + 1405, Tschimkent) war ein mittelasischer Anführer und Eroberer am Ende des 14. Jahrhunderts. Timur bedeutet auf mongolisch "Eisen", den Beinamen Lenk ("der Lahme") erhielt er wegen seiner wohl aufgrund eines Bogenschusses gelähmten linken Körperhälfte. "Timur der Lahme" wurde in Europa zu dem hier gebräuchlichen Namen Tamerlan verkürzt.

Timur Lenk sah sich (fälschlicherweise) als Nachfahre Dschingis Khans und wollte dessen Reich erneuern. Timur entstammte dem im 14. Jahrhundert in Transoxanien eingewanderten, türkisierten Mongolenstamm der Barlas - sein Vater war ein Tatar und seine Mutter eine Mongolin.

Timur stieg im Dienst des Tschagatai-Khans Tughluq Timur (+ 1363) auf und erlangte zwischen 1364 und 1370 unter Ausschaltung der Tschagatei-Khane (d.h. Tughlug Timurs Sohn Ilias Hoja) und weiterer Rivalen (Hussain, erm. 1369) die Herrschaft über Transoxanien. Er vollendete die Islamisierung der in Mittelasien eingewanderten Mongolen, die allerdings schon unter Tarmaschirin (1327-34) ihren Höhepunkt erlebt hatte. In der Theorie galt in seinem Reich die mongolische Jassa, in der Praxis eher die Schari'a, das islam. Gesetz.

Timur Lenk schuf eines der größten und kurzlebigsten Reiche, die jemals in Mittelasien existierten. Dabei erlangte er den Ruf eines skrupellosen Eroberers, der die Bevölkerung in den eroberten Gebieten und Städten in großer Zahl ermorden und Aufstände gnadenlos unterdrücken ließ (Schädelpyramiden). Timur ließ Handwerker und Gelehrte nach Buchara und Samarkand verschleppen, um das "Zentrum der Welt" - seiner Welt prachtvoll auszubauen. In Mittelasien entstand in der Folge ein eigener (der timuridische) Architekturstil, während die islam. Welt insgesamt aufgrund seiner Zerstörungswut einen Niedergang erlebte.

Die Hauptstadt von Timurs Reich war Samarkand im heutigen Usbekistan. Dort empfing er u.a. eine spanische Gesandtschaft (unter Clavijo) und wechselte Gesandtschaften mit Ming-China, letzteres um sich in seinen unablässigen Kämpfen den Rücken freizuhalten.

Bereits 1394 kontrollierte Timur Lenk ein Gebiet, das sich von Teilen des heutigen Iraks (Mesopotamien), Iran (das damalige Persien), Aserbaidschan, Usbekistan, Armenien und Georgien erstreckte. Im Osten erreichten seine Truppen über Moghulistan die Grenze zur Mongolei.

In den Jahren 1391 und 1395 errang Timur entscheidende Siege über die Mongolen der Goldenen Horde unter Toktamisch, deren Reich danach unaufhaltsam zerfiel. 1398 eroberte er Delhi, 1401 fielen Damaskus sowie Bagdad in seine Hände und 1402 besiegte er (zu dem Zeitpunkt schon fast blind) den Osmanen-Sultan Bajazet bei Ankara, wo dessen Truppen zum Teil überliefen. Bajazet wurde gefangen und Timur wurde nun auch in Europa "berühmt".

Als ein letztes Problem sah Timur seine allerdings unbedeutende Vasallen-Stellung gegenüber dem China der Ming-Dynastie, dem er Tribut hatte zahlen müssen. 1405 brach er mitten im Winter zum Feldzug nach China auf, starb aber in der Nähe des heutigen Tschimkent in Kasachstan. Er wurde in Samarkand bestattet, sein Mausoleum Gur-e Amir ist eines der bedeutendsten Architekturdenkmäler dieser Stadt.

Timur war nur ein "Emir", der allerdings in das Haus Tschagatais eingeheiratet hatte und so den Titel Gurgani (benutzt im Sinne von "Königlicher Schwiegersohn", mongolisch: Gurqan - "Alleinherrscher") beanspruchen konnte. Ein Khan wurde er nie, er hatte stattdessen zwei Khane aus dem Haus Tschagatai zu seiner Legitimation eingesetzt. Die von ihm so begründete Dynastie der Timuriden herrschte bis Anfang des 16. Jahrhunderts in Transoxanien (bis 1500/01) und Persien (bis 1506/07). Einer seiner Enkel, Mohammed Babur Khan, gründete 1526 das Mogulreich.

(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Timur)

Zahir eddin Mohammed Babur Khan (* 14. Februar 1483, + 26. Dezember 1530) war ein Kaiser von Indien.

Er war ursprünglich ein timuridischer Kleinfürst aus dem Ferganatal, der nach dem Tod seines Vaters 1493 dessen Erbe antrat. Im folgenden Jahr, 1494 starb der Sultan Ahmad Mirza und mehrere Timuriden stritten sich um die Herrschaft über Buchara und Samarkand. Der junge Mohammed Babur eroberte hierbei 1497 im Alter von 14 Jahren Samarkand, konnte es aber nicht halten.

Der Grund für die schwankende Macht Mohammed Baburs war, dass er bei seiner Verwandtschaft keinen Rückhalt hatte und mit Misserfolgen schnell fast seinen gesamten Anhang verlieren konnte. Im Grunde war er ein Nomade, allerdings einer der zivilisiertesten überhaupt.

Inzwischen einigten sich die Usbeken unter Mohammed Scheibani in den Nordsteppen und besetzten 1500 Buchara und Samarkand. Mohammed Babur eroberte Samarkand in einem Handstreich zurück, wurde aber in offener Feldschlacht besiegt und konnte sich nur durch Verhandlungen aus der Stadt retten (1500-01). 1506 starb mit Husain Baiqara in Herat der letzte bedeutende Timuride, so dass Mohammed Scheibanis Macht fast unanfechtbar wurde.

Erst nach Muhammed Scheibanis Niederlage und Tod 1510 konnte Mohammed Babur mit Unterstützung des (schiitschen) Safawiden-Schah Ismael erneut Samarkand besetzen (1511). Aber das Volk wendete sich wegen der mörderischen persischen Hilfstruppen von ihm ab (Massaker des Najm-e-Sani in Qarshi). In der Schlacht von Gadschdiwan bei Buchara siegten so 1512 die Usbeken unter dem Reitergeneral Jani Beg (einem Vetter Scheibanis), Najm-e-Sani wurde getötet.

Mohammed Babur zog damit endgültig nach Afghanistan und nach Indien ab, wo er im Laufe der Jahre mehrere Streif- und Feldzüge durchführte. Schließlich verhalfen ihm persische Kanonen und die Überlegenheit seiner Reiterei in der Schlacht von Panipat 1526 zum Sieg über Sultan Ibrahim Lodhi von Dheli. Babur besetzte Dheli und Agra und gründete dort das Mogulreich. Er nahm in Kabul den mongolischen Beinamen Babur (Tiger) an und knüpfte damit an die mongolischen Tradition seines Vorfahren Timur an, der sich auf Dschingis Khan zurückführte.

Kurz darauf musste diese Position noch durch einen Sieg über die Rajputen des Rana Sangram Singh bei Khanwa abgesichert werden (1527: 15.000 gegen 201.000 Mann). Auch hierbei trugen die Artillerie und Reiterei der Moguln den Sieg davon.

(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Babur)

Das Essen in Usbekistan ist schmackhaft und von der Menge eher zu viel als zu wenig.

Üblicherweise ißt man zum Mittag- und Abendessen:

Die Fleisch-Spieße kann man vor dem Grillen auswählen (nach der Stückzahl und nach der Fleischart - Rind, Lamm, Geflügel - kein Schwein). Man kann auch verschiedene Spießarten mischen.

fertige Spiesse Spiesse zum Aussuchen

Brot Zu jedem Gericht gibt es das runde, wohl schmeckende Brot.


Zum Essen trinkt man:

typische Sitzposition Die typische usbekische Sitzposition ist für Mitteleuropäer etwas ungewohnt. Aber alle Restaurants hatten auch (für uns) normale Tische und Stühle.

Die Preise sind für uns aus dem EURO-Raum recht günstig. Beispiele sind im Abschnitt Währung/Preise zu finden.

Es war das erste Mal, dass wir von einer Asienreise zurückkamen und keine Gelüste hatten nach einem mitteleuropäischen Standardgericht (Schnitzel, Braten oder ähnliches).


typisch gedeckter Tisch
Ein typisch nach usbekischer Art gedeckter Tisch zeigt obiges Bild.


Mineralwasser


Mineralwasser
Nationalgericht


Ein Nationalgericht
Nationalgericht



Noch ein Nationalgericht

Das westlichste Hotel (Taschkent)

Poytaht

Poytaht

Poytaht


Das Hotel verfügte unter anderem über:
ein Business-Center mit Internet-Anschluß (schnelle Leitung, 1 Stunde US$ 3,--)

und über einen Geldwechselschalter.

Mit den Fernsehern in den Zimmern konnt man viele internationale Programme empfangen.

Das freundlichste Hotel (Samarkand)

Tumaris

Hotelhalle (Marmor)

Tumaris

Das ganze Team hat sich zu unserer Verabschiedung versammelt

Das schönste Hotel (Buchara)

Sascha & Son

Hoteleingang
(für Mitteleuropäer nicht gerade einladend)

Sascha & Son

wunderschöner Innenhof

Sascha & Son

Zimmer

Mit dem Fernseher im Zimmer konnte man über 100 Kanäle empfangen, darunter mehrere deutsche Programme.

Das überraschendste Hotel (Fergana)

Club 777

Club 777

Club 777

Sehr schönes Hotel (westlicher Stil) mit Innen- und Außenrestaurant, Schwimmbad, Zimmer im Haupthaus und im neuen Nebenhaus. In den Zimmern Fernsehempfang vieler internationaler Sender.

Das von der Umwelt benachteiligte Hotel (Chiva)

Zafarbek

Das Hotel leidet darunter, daß das Wasser in Chiva sehr salzhaltig ist. Deshalb bekommen die Armaturen im Bad sehr schnell ein unansehnliches Aussehen. Das (salzhaltige) Wasser ist leicht bis stark braun und riecht unangenehm. Im Sommer gibt es teilweise gar kein Wasser.

Die naturnahe Unterkunft (Jurte in der Kizil-Kum-Wüste)

Wüstencamp

"Hotelanlage" und Shuttle-Bus

Wüstencamp

"Villa"

Wüstencamp

"Schlafzimmer"

Wüstencamp

"Restaurant"

Wüstencamp

Waschbecken (im Hintergrund Toilette)

Wüstencamp

Dusche

Wüstencamp

Schlange vor der Toilette Das Wasser wird mit einachsigen Tankanhängern herbeigeschafft. Das Waschbecken wird mittels Eimer mit Wasser versorgt (hinter dem Spiegel ist ein etwa einen Eimer fassender Behälter). Das benutzte Wasser läuft in einen Eimer unterhalb des Beckens und wird dann entsorgt bzw. weiterverwendet.

Die Dusche hat oben auf dem Dach einen Wasserbehälter, in den das Wasser mit einer manuellen Pumpe hochgepumpt wird. Erwärmt wird das Wasser lediglich durch Sonneneinstrahlung (also gibt es morgens oder bei fehlender Sonne nur kaltes Wasser).

Die Toilette hat an der hinteren Wand oben einen Wasserbehälter, in den das Wasser für die Spülung und das Waschbecken von einem Tankanhänger manuell hochgepumt wird. Ist das Wasser im Behälter gerade mal alle, darf man auch selbst mal hochpumpen.

Währung

Die Währung in Usbekistan ist der SUM.

1 US$ hat den Gegenwert von 1.000 SUM.

Gegenwert für 50 US$

Im Umlauf sind Banknoten zu 3, 10, 15, 50, 100, 200, 500, und 1.000 Sum. Die größte Banknote (1.000 Sum) hat also einen Gegenwert von 1 US$ resp. € 0,80. Demnach trägt man eine Menge Geld mit sich herum. Da die 1.000-Noten recht selten sind, erhält man beim Geldtausch oft viele 200- und 100-Noten.

Unser Flug von Urgansch nach Tashkent war reserviert, aber nicht im voraus bezahlt. Das Ticket kostete pro Person US 25,--. Unser Reiseführer ging mit einer Einkaufstüte voll von Sums zum Flughafen, um 5 Tickets zu bezahlen. Das Zählen des Geldes nahm längere Zeit in Anspruch (nicht auszudenken, wenn mehrere Reiseleiter auf einmal kommen).

200 Som

Man kann auch mit US$ zahlen (sogar gemischt - reichen die Sum nicht aus, zahlt man den Rest mit US$). Der EURO beginnt langsam, seinen Marktanteil zu steigern. Schlecht für den EURO ist, dass es keine 1-Euro-Scheine gibt, mit dem man kleine Ausgaben zahlen und Trinkgelder geben kann. Hier muss man, hat man keine Sum, leider 1-Dollar-Noten verwenden.

Geld tauschen kann man bei Banken und in Hotels. Man kann auch wieder zurücktauschen (in EURO oder US$), wenn man die entsprechende Umtauschbelege aufgehoben hat.

Geldumtauschbeleg

Preise

Für uns aus dem EURO-Land sind die Preise in Usbekistan sehr günstig.

Beispiele:

Kosten für ein leichtes Mittagessen für 4 Personen im besten Restaurant in Buchara

Kosten Internet

Telefonieren mit dem Handy nach Deutschland

Handeln

In Basaren muss man grundsätzlich handeln. Den vom Verkäufer zu erst genannten Preis kann man auf 60% bis 50% herunter handeln.

In den Lebensmittelgeschäften sind die Preise ausgezeichnet, aber unser usbekischer Reiseführer hat trotzdem gehandelt und die Preise noch etwas drücken können.

Amerikanerin

In einem Basar beobachteten wir eine ältere Amerikanerin, wie sie von Stand zu Stand ging, aber nichts kaufte. Sie sagte uns dann (als sie uns als Nicht-Usbeken identifizierte), dass sie seit Wochen versucht die Verkäufer zu erziehen, Festpreise zu machen und nicht zu handeln. Unsere Meinung dazu: da kommt jemand aus einem Land ohne Kultur in ein Land mit mehrtausendjähriger Kultur und will den Menschen "amerikanische Kultur" beibringen. Vergessen hat die Lady unter anderem, dass in USA niemand etwas ohne Rabatt, Gutscheine, Coupons aus Zeitungen etc. kauft.

Die Menschen in Usbekistan begegneten uns freundlich, offen und sehr interessiert. Sehr oft wurden uns, besonders von Kindern und Jugendlichen, ein hello und where are you from zugerufen.

Die Menschen lassen sich gerne fotografieren (eine Collage aus einer Reihe von unseren Fotos ist nachstehend zu finden).

Man sagt ja, dass die Usbeken sehr gastfreundlich seien. Wir können das anhand der beiden nachfolgenden Beispiele nur bestätigen.

Und im Ferganatal kam ein Mann auf unsere beiden Damen zu und schenkte jeder eine Rose (aus Freundlichkeit, nicht um eine Gegenleistung zu erhalten - Bild siehe unten: dritte Reihe, links).

In Usbekistan ist man in keinster Weise vom Rest der Welt kommunikationsmäßig abgeschnitten.

In allen größeren Städten kann man mit dem Handy telefonieren und SMS versenden.

Wir hatten D2 und damit Roaming mit "UZB Coscom". In folgenden Städten hatten wir ein Netz:

In Chiva sahen wir Usbeken mit dem Handy telefonieren, wir bekamen aber kein Netz. Wahrscheinlich ist dort ein anderer Provider, der kein Roaming-Abkommen mit D2 hat.

Die Preise fürs telefonieren nach Deutschland siehe unter Währung/Preise.

E-Mail

Für die E-Mail-Kommunikation kann man das Internet nutzen.

In Internet-Cafes und in manchen Hotels kann man für wenig Geld kommunizieren (Preise siehe unter Währung/Preise).


Wir sahen Internet-Cafes in

Die Usbeken fahren chaotisch: überholen rechts, fahren auch mal die Einbahnstrasse entgegengesetzt, hupen viel.

Eselkarren auf Schnellstraße

Auf den Straßen und den wenigen Schnellstraßen sind neben Kraftfahrzeugen auch Menschen, Eselskarren, Rinder, Schafe und sonstiges Getier unterwegs - teils auf der falschen Straßenseite entgegenkommend.

Wendestelle auf Schnellstraße

Ein usbekischer Autofahrer hat auch keine Hemmungen, mit 180 km/Std einen Eselskarren zu überholen. Und auf Schnellstraßen ist immer mal eine Lücke im Mittelstreifen zum Wenden!

Es gibt kaum Wegweiser. Autofahrer müssen den Weg kennen oder danach fragen.

In der Sowjetzeit sind Straßen und Eisenbahnlinien von der Trassenführung

für Eselskarren verboten optimal angelegt worden. Das heißt, an Grenzen zu Staaten wie Kirgisien, Kasachstan sind die Trassen einige hundert Meter oder auch Kilometer durch das andere Land geführt worden. Jetzt sind die Grenzen zu und man kann nicht Fußgägner auf Schnellstraße die kürzere Strecke fahren, sondern muss Umwege machen (in einem Fall ging die Straße nur 300 Meter durch Kirgisien und wir mussten 30 km Umweg fahren). Grund für die Grenzschließung: Usbekistan wollte einen Kredit von der Weltbank. Die Weltbank machte Auflagen, die indirekt die Schließung der Schafe auf Schnellstraße Grenzen zur Folge hatte. Die Anforderung der Weltbank konnte Usbekistan nicht erfüllen und man geht davon aus, dass die Grenzen wieder geöffnet werden (wie vor ca. 2 Jahren).


entgegenkommende Radfahrer Schnellstraße

Ähnlich ist es mit der Eisenbahn. Ganze Strecken werden nicht mehr benutzt und dafür Lastwagen eingesetzt. Zum Beispiel für Öltransporte vom Ferganatal

nach Tashkent. Hier soll aber der Grund die hohen Transitgebühren durch ehemalige "Bruderstaaten" sein.

Die Straßen sind mit Ausnahme vom Ferganatal in keinem guten Zustand. Im Übergang für Blinde Ferganatal haben sie meist westlichen Standard. Der Grund soll die recht starke Opposition der Einwohner des Ferganatals gegen den Regierungschef (Islam Karimov) sein (Bonbon).

Ins Ferganatal ist mit deutscher Technologie eine breite, meist vierspurige für> 7 Personen gesperrte Straße ins Ferganatal Pass-Straße gebaut worden. Diese Straße dürfen nur KFZs bis maximal 7 Sitzplätzen befahren. Also kein 9-sitziger Minibus (wie wir ihn hatten) und kein Bus. Lastkraftwagen jeder Größe dürfen aber fahren. Den Grund konnte uns bisher niemand nennen.

Für unsere Fahrt ins Ferganatal wurden zwei Personenwagen angemietet. Im Ferganatal hatten wir wieder einen (lokalen) Minibus.

Überall sieht man Polizeiposten, die Autofahrer kontrollieren. An den Grenzen Kontrollposten der usbekischen Bezirke und an den Einfallstraßen größerer Städte sind grenzähnliche Kontrollen. Meistens müssen die Autofahrer ihren Pass zeigen. Drei Mal musste auch unser Pass (durch den Fahrer) vorgezeigt werden. Persönlich wurden wir nie kontrolliert (außer am Flughafen). Meistens wurde unser Minibus weitergewunken, wenn man uns Westler im Auto sah.

Trotz oder wegen der Kontrollen fühlten wir uns immer sicher.

Fußgänger auf Schnellstraße

Und keinesfalls wollen wir vergessen zu sagen, daß wir trotz des chaotischen Verkehrs auf unserer gesamten Reise (mindestens 2.000 km) keinen Unfall gesehen haben!

Wir lieben es sehr, Märkte und Basare zu besuchen. Usbekistan hat unendlich viele Basare und wenn immer wir die Möglichkeit hatten, einen Basar zu besuchen, taten wir das.

Das Angebot an Obst, Gemüse, Lebensmittel und sonstigem Bedarf für das tägliche Leben ist in den Basaren sehr umfangreich.

Die Händlerinnen und Händler sind sehr offen und kommunikativ. Fast immer bieten sie einem ihre essbaren Waren zum probieren an.

Wir fühlten uns in den Basaren zwischen den vielen Menschen nie unsicher.

Hochzeitspaare gehen in Usbekistan am Hochzeitstag zu exponierten Plätzen wie Denkmal, Monument und anderem. Da zu diesen Plätzen gewöhnlich auch Touristen gehen, treffen beide oft aufeinander. So sahen auch wir mehrere Hochzeiten.

Oft wurden wir gebeten, uns mit der Hochzeitsgesellschaft fotografieren zu lassen.

Auffallend war, dass die Braut immer einen traurigen Eindruck machte. Grund ist, dass nach der Tradition die Braut traurig sein muss, weil sie ja das Elternhaus verläßt.

Hochzeiten

In Usbekistan werden Hochzeiten wie ein Geschäft ausgehandelt. Die Familien bestimmen, wer wen heiratet. Und der Handel wird dann mit einem großen Fest - der Vermählung - besiegelt. Je schöner die Braut, desto höher der Brautpreis. Die Eltern des Bräutigams müssen der Brautfamilie viele Geschenke machen: Möbel, Wäsche oder Geschirr. Meist sind das Sachen, die das junge Paar für den eigenen Haushalt braucht. Das ist sehr wichtig für die Frauen, denn sie werden sich nach der Vermählung nur noch um Haus und Hof kümmern: Kochen, Backen, Putzen und natürlich Kinder bekommen! Trotzdem sind die Mädchen froh, verheiratet zu werden, denn wenn sie ab einem bestimmten Alter noch nicht unter der Haube sind, glauben alle, mit ihnen stimmt etwas nicht.

Manchmal sehen sich Braut und Bräutigam in der Hochzeitsnacht das erste Mal. Unvorstellbar für uns, aber in dem asiatischen Land ist das Tradition und für die jungen Usbeken ganz normal. Drei Tage lang wird gefeiert! Das Brautpaar sieht sich erst am zweiten Tag, besser gesagt, in der zweiten Nacht. Dann fällt nämlich endlich der Schleier der Braut! Nach usbekischem Recht ist die Ehe schon perfekt, sobald die Braut das Haus des Bräutigams betreten hat. Trotzdem wird am dritten Tag auch noch staatlich geheiratet, dann sind alle Hürden genommen, und die Ehe ist offiziell!

Text: MDR

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