Lage der Insel Kischi

Am 26. Juni erreichten wir gegen 8:00 Uhr die inmitten des Onega-Sees gelegenen Insel Kischi. Die Insel ist 6 km lang und 1 km breit und wird in der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe geführt.

Wie im Märchen sehen die 22-kuppelige Christi-Verklärungs-Kathedrale von 1714, ein Zeltdachglockturm von 1874 und die rätselhafte 10-kuppelige Mariä-Schutz-Kirche von 1764 aus. Es sind hervorragende Denkmäler der russischen Holzarchitektur.

Kirchenensemble

Die Zahl der Kuppeln ist nicht zufällig sondern hat symbolischen Charakter: die drei Gebäude haben zusammen 33 Kuppeln, das entspricht den 33 Jahren, die Jesus auf Erden war.

Die Kirchen sind alle nur aus Holz gebaut, ohne Verwendung eines einzigen Nagels. Die 30.000 Schindeln der Christi-Verklärungs-Kathedrale sind nur verzapft oder verzahnt.

Die Kuppeln und Kirchen-"Zwiebelchen", die mit aus Espenholz geschnitzten Dachschindeln gedeckt sind, glänzen silbrig in der Sonne.

Details

Kuppel ganz aus Schindeln

Die Legende sagt, daß ein unbekannter Meister, nachdem er den Aufbau der Christi-Verklärungs-Kirche beendet hatte, die Axt nahm und sie in den See warf, damit sich das Wunder nicht mehr wiederholte.

In der Mariä-Schutz-Kirche befindet sich wertvoller Ikonenschmuck, der aus Kischi stammt.

Ikone

Ikone

Ikone

Um das Kirchenensemble herum wurde das bedeutendste Freilichtmuseum für Holzarchitektur Russlands angelegt.

Blick aus der Mariä-Schutz-Kirche

Windmühle

Erzengel Michael-Kapelle

Eines der über 100 Jahre alten Bauernhäuser. Es vermittelt einen guten Eindruck in die typischen Lebensgewohnheiten jener Zeit.

Bauernhaus

Handarbeit

Geschirr

Werkzeug

Werkzeug

Am späten Vormittag verließen wir Kischi Richtung Goritsy. Japanische Gäste fertigten Zeichnungen von Inselmotiven an.

zeichnende Japanerinnen bei der Abfahrt

1765