Australien ist riesig - das Land ist größer als Europa oder 20 Mal so groß wie Deutschland. Das muss man unbedingt bei seinen Reiseplanungen berücksichtigen. Und es hat nur 18 Millionen Einwohner. Es gibt Gegenden, da begegnet man den ganzen Tag niemanden. Und es gibt Fälle, wo es auf mehr als 800 km kein Benzin gibt!

Es ist aber ein schönes, unproblematisches und angenehmes Reiseland.

Die Menschen sind durchgehend freundlich und hilfsbereit. Sie machen einen zufriedenen Eindruck. Die wirtschaftliche Lage ist gut. Ihr Premier John Howard wurde aufgrund seiner Wirtschaftspolitik im Oktober 2004 wiedergewählt, obwohl er die USA im Irak unterstützt.

Auf Campgrounds ist uns aufgefallen, dass viele australische Familien mehrere Kinder haben. Wahrscheinlich hat man mehr Vertrauen in die Zukunft als bei uns.

Von Australiern wurde uns berichtet, dass Menschen, die mehr als den normalen Lebensstandard erreichen wollen, mehrere Jobs haben.

Die Sprache ist ans britische Englisch angelehntes Englisch mit Abweichungen bei Ausdrücken und Aussprache. Wird Dialekt gesprochen, wird das Verstehen etwas schwierig.

Individualreisende sollten genug englisch sprechen und verstehen, um bei Problemen nicht hilflos zu sein. Auch erfährt man mehr von Land und Leuten, wenn man mit ihnen kommunizieren sowie Zeitungen lesen und Fernsehnachrichten folgen kann.

Die Preise für Lebensmittel sind nach unserer Beobachtung meistens etwas günstiger als in Deutschland. Eine Ausnahme macht das Gemüse, das etwas teurer ist. Diesel, das bei uns um die € 1,00 kostete, war in Australien für umgerechnet ca. 0,60 € zu haben.

Die führende Lebensmittelkette ist Woolworths, gefolgt von Coles. Das Warenangebot in den Läden dieser Ketten ist landesweit (Städte, Dörfer) nahezu identisch und die Preise sind überall die gleichen.

Beim Geld (Australischer Dollar) gibt es keine 1- und 2-Cent-Münzen. Trotzdem werden Waren wie bei uns mit ,99 ausgezeichnet (1,99, 2,99). Beim Bezahlen wird folgendermaßen verfahren: ist die Hunderterdstelle 1, 2, 6 oder 7, wird auf 0 bzw. 5 abgerundet. Im anderen Fall wird aufgerundet. Kostet etwas 1,96 zahlt man 1,95. Kostet etwas 1,99 zahlt man 2,00. Kauft man 3 Einheiten zu 1,99 (=5,97) zahlt man 5,95.

Produkte und Dienstleistungen werden in einer blumiger Sprache beschrieben (ähnlich wie in USA).

Taxi-Fahrten sind um einiges günstiger als bei uns. Und der Taxifahrer erwartet kein Trinkgeld. Uns ist es zwei Mal passiert, dass der Taxifahrer den Fahrpreis auf volle Dollar abgerundet hat.

In Australien gibt es keinen festgelegten Ladenschluss. Gewöhnlich sind die Geschäfte von 9:00 bis 17:30 Uhr (Mo-Fr) bzw. von 9:00 bis 12:00 Uhr (Sa) geöffnet. Aber es kommt auch vor, dass Geschäfte an Sonntagen geöffnet haben (z. B. Woolworths). Und es kann sein, dass trotz Touristenort Textil- und Elektrogeschäfte schon um 16:30 Uhr schließen. So genannte Convenient Stores haben oft 24 Stunden geöffnet. Sie haben ein eingeschränktes Angebot, aber das Notwendige erhält man meistens. Manche Stores haben noch ein Internet-Cafe angeschlossen.

Die Durchführung von Ausflügen, die man schon in Deutschland buchen kann oder vor Ort in Hotels und Campgrounds, werden unaufdringlich perfekt, pünktlich und immer freundlich durchgeführt. Man achtet sehr darauf, dass die angebotene Leistung vollständig erbracht wird.

Man wird grundsätzlich an seinem Aufenthaltsort (Hotel, Campground) abgeholt. Der Fahrer hat eine Liste der Namen dabei und stellt sicher, dass alle Gäste an Bord sind.

Bucht man in Deutschland oder einige Tage vor der Tour in Australien wird man gebeten, spätestens 24 Stunden vor der Tour eine - meist gebührenfreie - Telefonnummer anzurufen und seine Teilnahme noch einmal zu bestätigen (re-confirm). Die Touren werden personaloptimiert durchgeführt: jeder tut alles (zum Beispiel den Bus fahren und die Sehenswürdigkeiten kommentieren, zum Mittagessen das Essen zubereiten, die Getränke ausschenken und das Geschirr wegräumen. Trinkgeld wird nicht erwartet und auch nicht gegeben.

Bei einer Reise nach Australien braucht man keine Nebenkosten für Trinkgeld einzuplanen.

Bei Reisen durch Australien ist bezüglich Tageslicht zu berücksichtigen, dass es jahrein, jahraus und nahezu unabhängig von der Jahreszeit gegen 6:00 Uhr hell und gegen 18:30 Uhr (stock-)dunkel wird. Daher beginnt man mit Tätigkeiten im Freien (auch Fahrten) schon früh am Morgen und beendet sie am frühen Abend.

Aufgrund der Lage von Australien südlich des Äquators schätzen Europäer mit Sensibilität für Himmelsrichtungen ohne Hilfen wie Sonne und Kompass entgegengesetzt der wirklichen Himmelsrichtung (passiert Australiern in Europa auch).

Auch aufgrund der Lage des Landes wird es kühler, wenn man Richtung Süden fährt und wärmer Richtung Norden.

Die Jahreszeit liegen entgegengesetzt zu unseren. Ist es bei uns Sommer, ist es in Australien Winter. Dies sollte man bei Reiseplanungen berücksichtigen.

Öffentliche Toiletten gibt es mehr als ausreichend - und sie sind durchgehend sauber und ohne Bedenken zu nutzen. Es gibt sogar eine Internetseite über die öffentlichen Toiletten in Australien; siehe hier.

Die ersten Einwanderer Australiens waren ja englische Kriminelle. Scheinbar konnten diese nicht (englisch) kochen, denn mit Genugtuung haben wir festgestellt, dass von der englischen Küche nichts vorhanden ist.

Die Australierin scheint nicht kochen zu wollen oder nicht kochen zu können. Dies wird durch die vielen und gut besuchten Cafes und Restaurants bestätigt.

Auch gibt es viele Cocktailbars, die gegen Abend nach Geschäftsschluss sehr gut besucht sind. Neben den Cocktails und sonstigen Getränken werden auch kleinere Gerichte angeboten.

Baby Barramundi

Egal, wo wir gegessen haben: das Essen war überraschend gut. Lediglich würzt man etwas zurückhaltender als wir es gewohnt sind (aber: nachwürzen kann man immer, wegwürzen nie).

Man wird es nicht glauben: in Alice Springs haben wir original aussehende und original schmeckende Baguettes mit sehr gutem Belag bekommen.

In Cafes bestellt man sein Essen oder die Getränke am Schalter und bezahlt diese gleich. Man bekommt dann eine Nummer, die man mit an den Tisch nimmt und gut sichtbar hinstellt. Die Bestellung wird dann nach der Zubereitung an den Tisch gebracht.

Eine weitere Bestell-Variante sind die so genannten Countermeals. Man bestellt und bezahlt am Tresen (Gastwirtschaft). Das Essen wird dann nach der Zubereitung über den Tresen gereicht und man nimmt es mit zu einem Tisch oder auch ins Freie.

Es es gibt natürlich auch Restaurants unseres (europäischen) Zuschnitts. Man erhält eine Speisekarte, bestellt daraus und die Bedienung bringt das Essen an den Tisch. In einigen Fällen konnten wir auch die Rechnung bei der Bedienung bezahlen. In anderen Fällen mussten wir an einer zentralen Kasse zahlen.

Die Weinauswahl ist in den (lizenzierten) Cafes und Restaurant gut und recht umfangreich (natürlich fast ausschließlich australischer Wein) und die Preise sind wesentlich günstiger als bei uns.

Aufgefallen ist uns, dass man den Wein durch den Gast nach Öffnung der Flasche nicht probieren lässt (zwei Ausnahmen, dies waren aber auch Top-Restaurants) Insgesamt ist der Service in Restaurants etwas lässiger als bei uns.

Auch Bier gibt es in große Auswahl. In letzter Zeit geht Bierkonsum in Australien zu Gunsten des Weins zurück.

Wie in vielen Ländern der Erde bekommt man auch in Australien kein Brot wie wir Deutsche es gerne mögen. Wir haben des Öfteren bei Woolworths ein Brot mit der Bezeichnung Vienna Crustys gekauft, das unserem Weißbrot sehr ähnlich ist.

In Australien gibt es zwei große konkurrierende Campground-Ketten: Top Tourist Parks und BIG4.

Man kann Plätze der beiden Ketten ungesehen anfahren und wird keine Enttäuschung erleben.

Uns persönlich haben die Plätze von Top Tourist Parks etwas besser gefallen. Aber ist gibt auch schöne und sogar etwas preisgünstigere Plätze, die keiner Kette angehören. Es ist deshalb empfehlenswert, einen Campingführer zu kaufen, der alle Plätze aufführt und nicht nur die Plätze der beiden Ketten (zum Beispiel von Royal Automobil Club von Queensland (RACQ) oder vom gleichen Club in einem anderen Staat - die Führer beinhalten aber alle Staaten).

Auf allen besuchten Plätzen waren die Waschräume und Toiletten blitzsauber und es war auch immer genügend Toilettenpapier vorhanden. In den allermeisten Fällen haben die Plätze auch Grilleinrichtungen (elektrisch oder Gas). Die Benutzung kostet manchmal einige Cents, manchmal ist die Benutzung auch kostenlos.

Die Camping-Plätze sind selten an zentralen Punkten. Wenn man Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten machen möchte, kann man die gängigen am Campingplatz buchen und wird dort auch abgeholt und wieder zurück gebracht.

Obwohl Australien ein riesig großes Land ist, sind auf manchen Campingplätzen die Stellplätze relativ eng und klein und man sitzt fast "aufeinander". Auf dem BIG4-Platz Hideaway Holiday Village in Mission Beach (QLD) benötigten wir fremde Hilfe, um unser Wohnmobil auf den zugewiesenen Platz zu rangieren.

Andererseits gibt es aber auch großzügige Plätze, wie man sie bei uns selten findet.

Strom (powered) und Wasser gab es auf allen Plätzen, die wir besucht haben. Nur bei sehr einfachen, abgelegenen Plätzen (meist in Nationalparks) kann es vorkommen, dass es keinen Stromanschluss gibt (meistens sind diese Plätze zum Zelten gedacht).

Reist man mit dem Wohnmobil, sollte man immer Stromanschluss nehmen, da Mikrowelle und insbesondere Klimaanlage/Heizung nur mit 220V-Strom funktionieren.

Möchte man seine eigene Dusche und Toilette haben, dann bucht man en suite. In der Regel sind aber mindestens zwei Übernachtungen notwendig, um diese Annehmlichkeit in Anspruch nehmen zu können.

Australier verwenden nahezu keine Wohnmobile. Die Wohnmobile, die unterwegs sind, sind meistens von Europäern gemietet. Der Australier reist hauptsächlich mit Wohnwagen oder Zeltanhänger und Jeep. Die Wohnwagen sind groß und komfortabel und mit den Jeeps kann man Strände und Plätze besuchen, zu denen keine befestigten Straßen führen.

Hier noch einige Preisbeispiele für Wohnmobil und 2 Personen. Meistens erhält man 10% Rabatt auf den Preis, wenn man z. B. ein Fahrzeug von Britz hat oder wenn man bei einer Kette eine kostenlose Club Member-Karte erhält.

Hideaway Holiday Village, Mission Beach (QLD) (powered) 24,30 A$
Lakes Caravan Park, Townsville (QLD) (powered, en suite) 25,00 A$
Island Gateway, Airlie Beach (QLD) (powered, en suite) 26,10 A$
Glasshouse Mountains Tourist Park, Beerburrum (QLD) (powered) 19,00 A$
MacDonnell Range Holiday Park, Alice Springs (NT) (powered) 23,00 A$
MacDonnell Range Holiday Park, Alice Springs (NT) (powered, en suite) 30,60 A$
Kings Canyon Resort (NT) (powered) 32,00 A$
Ayers Rock Resort, Yulara (NT) (powered) 31,00 A$

Lakes Caravan Park in Townsville (QLD
Der Lakes Caravan Park in Townsville (QLD) mit en suite (keiner Kette angehörend).

Campingplatz Airlie Beach (QLD)
Campingplatz Island Gateway in Airlie Beach (QLD) (Top Tourist Parks) mit en suite.

Happy Wanderer Village Hervey Bay (QLD)
Diese Aufnahme zeigt einen Ausschnitt vom großzügigen und gut ausgestatteten Happy Wanderer Village Campingplatz in Hervey Bay, QLD (Top Tourist Parks). Hier kann man Touren nach Fraser Island, Wal-Beobachtung und anderes mehr buchen. Man wird vom Tourveranstalter am Platzeingang abgeholt und zurück gebracht. Auf diesem und dem Bild weiter unten (Ayers Rock) ist gut zu sehen, dass Australier hauptsächlich mit Jeep und Wohnanhängern bzw. Zeltanhängern campen.

Happy Wanderer Village Hervey Bay (QLD)
Unser Platz im Happy Wanderer mit en suite

Glen Helen Resort (NT)
Der einfache Platz in Glen Helen (NT) (keiner Kette angehörend)

Ayers Rock Resort (NT)
Ayers Rock Resort in Yulara (Ayers Rock), NT.

MacDonnell Range Holiday Park in Alice Springs (NT)
Unserer Platz mit en suite im MacDonnell Range Holiday Park in Alice Springs (NT) (BIG4)

MacDonnell Range Holiday Park in Alice Springs (NT)
Eine der Küchen (Spülbecken, Wasserkocher, Grill, mitbenutzbarem Kühlschrank) im MacDonnell Range Holiday Park in Alice Springs (NT)

Das gute Leben
Ohne Kommentar.


Campingplatzbeschreibung im Campingführer (Tourist Park Guide) von RACQ.

In Australien herrscht Linksverkehr. Aber wenn man aufmerksam und konzentriert fährt, sollte es keine Probleme geben. Der/die Beifahrer/in sollte den/die Fahrer/in durch Aufmerksamkeit auf den Verkehr unterstützen.

Der Verkehr läuft entspannt, niemand drängelt, niemand überholt gewagt und alle halten die Geschwindigkeitsbegrenzungen ein.

Zu beachten ist, dass alles in den Fahrzeugen spiegelverkehrt ist - außer den Positionen der Gänge. Sie liegen wie bei uns und erfordern beim Schalten etwas Nachdenken.

Wir sind über 6.000 km mit Wohnmobilen gefahren und uns unterlief kein Fehler.

In Australien sind die Höchstgeschwindigkeiten auf 100 bis 110 km/Std begrenzt. Lediglich im Northern Territory gibt es Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.

Für normale Landstraßen (also keine kurvigen Gebirgs- und Küstenstraßen) kann man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/Std. kalkulieren. Auch für Wohnmobile: dies ist in den von den Vermietern überreichten Unterlagen nachzulesen.

Autobahnen wie in Europa gibt es in Australien nicht. Es gibt in der Nähe von Großstädten aber vierspurige Straßen.

Diese haben aber Kreuzungen, Ampeln und man kann über die Gegenspur zu- und abfahren.

Die Überlandstraßen sind zweispurig, wobei die Spuren oft etwas enger sind als bei uns und oft Leitplanken fehlen. Hin und wieder gibt es eine Überholspur (overtaking lane), die allgemein einen Kilometer lang ist und oft schon 5 Kilometer vorher angekündigt wird.

Die Straßenverläufe sind oft eintönig und es besteht die Gefahr des Einschlafens. Deshalb findet man laufend Hinweisschilder mit knackigen Sprüchen (siehe unten).

Bei Planungen von Fahrten ist unbedingt die Größe des Landes zu berücksichtigen. Australien ist immerhin so groß wie Europa und von einem Highlight zum nächsten können es mehrere hundert Kilometer sein.

Weiterhin sollte man beachten, dass es in Australien zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr stockdunkel wird. Sein Fahrziel, besonders wenn es Campingplätze sind, sollte man vorher erreicht haben.

Diesel ist billiger als bei uns. Zur Zeit unseres Aufenthaltes kostete ein Liter Diesel umgerechnet € 0,60 gegenüber € 1,00 bei uns..

Die großen Entfernungen in Australien und die teils eintönigen Straßen führen zum Einschlafen der Autofahrer. Deshalb stehen an den Straßen laufend markige Hinweise auf die Gefährlichkeit des Einschlafens und daß man öfters eine Pause machen soll.


Unterbreche die Fahrt und bleib am Leben


Halte,
erhole dich,
überlebe


mach' Pause oder Ruhe in Frieden


Auf 160 km unfallgefährdete Zone aufgrund von Müdigkeit


Mach' Pause und erhole dich



Straße kann überschwemmt werden

Große Entfernungen sind nichts seltenes in Australien.....


Kein Benzin auf 815 km zwischen Yulara (Ayers Rock Resort) und Tjukayirla Roadhouse.

Und weiteres, Ungewohntes.....


Noch 60 km bis zum Ort, der mit "W" beginnt (muss man eben wissen, welcher Ort gemeint ist)


Gib dem Vieh die Vorfahrt (sonst hagelt es empfindliche Strafen)


Was einem so alles begegnen kann


Hinweis, dass man sich in einer Zuckeranbaugegend befindet und man auf langsam fahrende Fahrzeuge achten soll


Cane Railway; kleine Züge (Schmalspur), die Zuckerrohr transportieren und unzählige Male die Straßen in Queensland kreuzen

 

Zuckerrohrzug
Zuckerrohrzug

Roadtrain
Roadtrain (Lastzüge mit bis zu 2 Anhängern und einer Gesamtlänge von bis zu 53 m - unbedingt aus dem Wege gehen!).

Nummerschild Queensland

Nummernschild Northern Territory

Nummernschild Süd-Australien

Nummernschild Victoria

Nummernschild New South Wales

 

Bei den nachfolgend aufgeführten Weingütern haben wir Weinproben gemacht.

Barossa Valley

Das Barossa Valley ist Australiens wichtigstes Weinanbaugebiet.

Bei einer Tour in dieses Tal unweit von Adelaide machten wir Weinproben bei folgenden Weingütern:

Hunter Valley

Anlässlich eines Ausflugs ins Hunter Valley, dem ältesten kommerziellen Weinanbaugebiet Australiens, probierten wir Wein bei folgenden Weingütern:

Allgemeines

Für unseren persönlichen Geschmack sind australische Weine fast immer etwas zu fett, zu frucht- und holzbetont. Wir haben dann öfters unwooded (nicht im Fass gereifte) Weine ausgewählt. Bei McWilliams sagte der Präsentator, dass man von den fetten Chardonnays abgeht (cutting back on wooded Chardonnay).

Sehr gut geschmeckt haben uns Weine aus den (kühlen) Victoria Alpen (zum Beispiel von www.gapstedwines.com.au).

Die Traube Verdelho aus Madeira wird viel im Hunter-Valley angebaut. Australien ist größter Shiraz-Produzent der Welt.

Wein (und andere alkoholische Getränke) kann man nicht an jeder Ecke und im Supermarkt kaufen. Man muß dafür in lizenzierte Geschäfte (Bottle Shops) gehen.

Beim Winzer kann man natürlich Wein kaufen.

Die Weinflaschen in Australien haben, unabhängig von Preis und Qualität, fast ausnahmslos Schraubverschlüsse. Weine, die man nach Europa liefert, versieht man mit Korken.

Eine Besonderheit ist uns aufgefallen: auf australischen Weinflaschen ist das Äquivalent zu einem Standarddrink angegeben. Wir haben niemanden gefunden, der uns die Bedeutung eines Standarddrinks genau erläutern konnte.

Fosters, größter Weinproduzent

Fosters, bei uns hauptsächlich für Bier bekannt (Werbung in großem Umfang bei den Formel-1-Rennen zu sehen), ist der größte Weinproduzent in Australien. Die Firma besitzt auch in anderen Ländern Weingüter.

Australien

Wolf Blass, Yellowglen, Jamiesons Run, Saltram, Greg Norman Estates, The Rothbury Estate.

Neu Seeland

Matua Valley.

Kalifornien

Beringer, Meridian, Chateau St. Jean, Chateau Souverain, Stags' Leap and St. Clement, Etude.

Italien

Castello di Gabbiano.

Chile

Dallas-Conte, Vina Tarapaca.

Die Wein-Division firmiert unter Beringer Blass (Beringer: amerikanisches Weingut, Blass: australisches Weingut; 1961 von dem Deutschen Wolfgang Blass gegründet). (www.beringerwineestates.com)

Nahezu jeder Campingplatz und viele Hotels haben so genannte Internet-Kiosks für Internet zum selbst bedienen. Die ersten 10 Minuten kosten gewöhnlich $A 2,00 (1,20€) (Münzen), dann geht es in 10-Minuten-Schritten für 1 Dollar weiter.

Hört sich gut an. Aber: die Leitungen sind sehr langsam (Telefonwählleitungen) und will man seine Webmail-Seite in Deutschland aufrufen, dauert das solange, dass der Rechner aufgrund von Zeitüberschreitungen abbricht.

Man kann wohl mit lokalen E-Mail-Programmen (z. B. Yahoo) E-Mails versenden, aber keine empfangen.

Will man weniger besuchte deutsche Seiten aufrufen, führt dies auch zu Abbrüchen. Einmal ist es uns gelungen, die Seiten von ARD und n-tv aufzurufen.

Unseren E-Mail-Verkehr haben wir daraufhin mittels Handy (lokale Einwahlnummer, deshalb nicht teuer) und einem PALM-PDA problemlos abgewickelt.

Telefonieren kann man in Australien mit seinem Handy und deutschem Provider. Bei der Berechnung durch den deutschen Provider kommen die Gebühren des australischen Providers zum Ansatz plus einem kleineren festen Aufschlag (Abwicklungsgebühr) pro Gespräch.

Grundsätzlich rufen australische Firmen (Vermieter, Hotels) auf keinen internationalen (Handy-)Telefon zurück. Hat man ein Problem (Panne u.a.m.), muss man immer wieder selbst anrufen und nach dem Stand fragen. Obwohl versprochen, rief uns keine Firma zurück. In einem Fall sendete man uns eine SMS.

Individualreisende, die auf eigene Faust das Land bereisen, sollten sich überlegen, ob sie in Australien eine lokale Prepaid-Karte kaufen (Kosten allgemein € 50,00, davon die Hälfte Administrationsgebühr und die andere Hälfte Gesprächseinheiten). Es müssen schon viele Pannen zusammen kommen, damit sich eine Prepaid-Karte lohnt.

Bezüglich Fernsehen und Zeitungen ist man in Australien vom Rest der Welt abgeschnitten.

In Hotels (auch 5-Sterne) haben wir keinen Fernseher gefunden, mit dem man internationale oder deutsche Sender empfangen konnte (da ist es in Russland, Usbekistan und China wesentlich besser).

Man kann nur einige australische Sender empfangen sowie BBC World und SkyNews. Der australische Sender SBS sendet einmal pro Tag die Nachrichten der deutschen Welle (z. B. um 8:00h (Winterzeit) in Sydney, 7:30h in Adelaide.

Internationale oder deutsche Zeitungen haben wir in ganz Australien nicht gefunden. Nach Aussage eines Reiseleiters kann man manchmal eine deutsche Zeitung in der städtischen Bibliothek finden.

Die australischen Zeitungen berichten sehr wenig über internationale Vorkommnisse.

Wir haben Freunde gebeten, uns per E-Mail wichtige Nachrichten zu senden. So waren wir einigermaßen auf dem Laufenden.

Für die Fahrt von Cairns nach Brisbane (ca. 2.100 km) hatten wir ein Wohnmobil für 4 Personen bei Britz gemietet.

Britz gab uns aber ein Wohnmobil für 6 Personen. So hatten wir angenehm viel Platz und mussten nichts umbauen oder umräumen.

Das Wohnmobil hatte folgende Maße und Ausstattung:

Die Details im inneren werden angezeigt, wenn man auf die blaue Zeile klickt.

Das Wohnmobil, das wir von Adelaide nach Sydney nutzten, war nahezu identisch, war aber nur für vier Personen. Der Platz hat aber ausgereicht.

Für das Rote Zentrum (red center) hatten wir uns einen Bushcamper gemietet, weil wir auch unbefestigte Straßen fahren wollten.

Es war ein Toyota-Landcruiser-Jeep mit pfiffigem Aufbau sowie mit 2 x 75-Liter-Tank und zuschaltbarem Allradantrieb.

Einzelheiten des Innenlebens kann man sehen, wenn man auf eine blaue Zeile klickt.

Zum Kochen holte man den verstauten Gaskocher hervor, stellte ihn auf einen ausklappbaren Tisch an der rechten Hintertür und schloss die Gasflasche an. Siehe Bild rechts.

Die Sitzbank verbreiterte man abends zu einem Bett und oben im Aufbau machte man mit drei großen Brettern ein zweites Bett.


Das Wohnmobil für 6 Personen, das wir in Queensland benutzen von vorn....


und von hinten.


Bushcamper fürs Rote Zentrum.


Kochen mit dem Bushcamper.

Nachfolgend ist aufgeführt, mit welchem Informationsmaterial wir uns auf die Australien-Reise vorbereit haben sowie welches Material wir vor Ort besorgten.

Die Internetseite Australien-Info.de verschickt vierzehntägig einen Newsletter mit aktuellen Informationen über Australien (auch über Fernsehsendungen deutscher Sender). Diesen Newsletter hatten wir schon lange vor der Reise abonniert.

Weiterhin bietet die Internetseite viele Informationen über das Reisen in Australien. Hier haben wir uns u.a. informiert über auf Australien spezialisierte Reisebüros, Flüge nach Australien und anderes mehr.

Den Reiseführer von Stefan Albrecht Australien Reisehandbuch aus dem Verlag Iwanowski (750 Seiten, € 25,95, ISBN 3-923975-38-4, 1 kg) hatten wir schon längere Zeit vor der Reise beschafft und auch, trotz des Gewichts, mit nach Australien genommen. Der Reiseführer bietet nach unserer Meinung sehr gute, umfangreiche und aktuelle Informationen.

Den Natur-Reiseführer von Donatus Fuchs und Martin Baehr mit dem Titel Australien - der rote Kontinent (290 Seiten) hatten wir hauptsächlich für die Tier- und Pflanzenbestimmung mitgenommen.

Für die Campground-Suche hatten wir uns die Verzeichnisse der beiden führenden Campground-Ketten BIG4 und Top Tourist Parks schicken lassen (per E-Mail bestellt, waren in beiden Fällen nach einer Woche da).

Um nicht nur auf die beiden Campground-Ketten angewiesen zu sein und um ggf. auch andere Übernachtungsmöglichkeiten zu finden, hatten wir uns in Australien beim Royal Automobil Club von Queensland (RACQ) den Tourist Park Guide gekauft (A$ 13,95).

Auch bereits längere Zeit vor Reiseantritt hatten wir uns den Straßenatlas Discover Australia by road (ISBN 1-86500-209-7, 416 Seiten, Hemamaps) mit Straßenkarten, Ortsbeschreibungen, Stadtplänen, Übernachtungs-Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten schicken lassen.

Vor Ort haben wir uns dann Informationsmaterial bei den Tourist Information besorgt. Das Informationsmaterial ist umfangreich, sehr gut gestaltet und kostet in den meisten Fällen nichts.

Australien hat drei Zeitzonen. Hört sich einfach an, ist aber nicht ganz so einfach, weil nicht alle Staaten zum gleichen Zeitpunkt umstellen und Queensland überhaupt nicht auf Sommer- resp. Winterzeit umstellt.

Und das eine oder andere Städtchen nimmt nicht die Zeit seines Staates sondern des Nachbarstaates. Am besten, man fragt hin und wieder, wie viel Uhr es ist.

Übrigens, wenn wir auf Sommerzeit umstellen stellt Australien auf Winterzeit um und umgekehrt.

Unten ist eine Übersicht über die Zeitunterschiede zu Mitteleuropa (aus: www.australien-info.de).

Von den drei Überlandzügen, die in Australien fahren, haben wir den GHAN von Alice Springs nach Adelaide benutzt.

The Ghan steht für afghanischer Zug und erinnert an die afghanischen Kameltreiber, die vor 150 Jahren angeheuert wurden, um Siedlungen in der australischen Wüste zu versorgen.

Der Zug verließ Alice Springs um 14:00 Uhr und war am nächsten Tag um 9:00 Uhr im 1.500 km entfernten Adelaide.

Die Strecke ist eingleisig. Hin und wieder gibt es Ausweichstellen, um andere Züge, meist Güterzüge, vorbei zu lassen.

Der Zug nennt sich legendär und steht nach unserer Meinung technologisch eine Stufe über TRANSSIB, zwei unter ICE. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 85 km/Std, die Höchstgeschwindigkeit 115 km/Std.

Der Service jedoch steht weit über allen! Hier einige Beispiele (gilt für die Gold Kangaroo Class, vergleichbar mit unserer Ersten Klasse):

Außer den Getränken war alles im (recht teuren) Reisepreis enthalten.

Click

Mit dem Mauszeiger auf einer Teilstrecke verweilen um die Entfernung angezeigt zu bekommen.
Ein Klick auf die Teilstrecke addiert die Entfernung zur Gesamtentfernung.


Wyndham - Halls Creek: 402 km  Halls Creek - Derby: 521 km Derby - Broome: 238 km Broome - Port Hedland: 618 km Port Hedland - Exmouth: 874 km Camarvon - Geraldton: 481 km Geraldton - Perth: 424 km Perth - Kalgoorlie: 559 km Perth - Banbury: 185 km Banbury - Albany: 372 km Albany - Esperance: 479 km Kalgorrlie - Norseman: 168 km Norseman - Nullarbor: 703 km Norseman -  Esperance: 203 km Alice Springs - Ayers Rock: 277 km Katherine - Wyndham: 520 km Katherine - Daly Waters: 272 km Dlay Waters - Tennant Creek: 550 km Darwin - Katherine: 354 km Katherine - Kakadu N.P.: 209 km Tennant Creek - Alice Springs: 530 km Alice Springs - Coober Pedy: 728 km Nullarbor - Pt. Augusta: 769 km Coober Pedy - Pt. Augusta: 509 km Pt. Augusta - Adelaide: 318 km Adelaide - Broken Hill: 513 km Adelaide - Mildura: 391 km Adelaide - Mt. Gambier: 457 km Mt. Gambier - Melbourne: 471 km Tennant Creek - Cloncurry: 766 km Cloncurry - Normanton: 376 km Cairns - Normanton: 711 km Cloncurry - Townsville: 724 km Cloncurry - Longreach: 516 km Longreach - Augusthella: 430 km Augusthella - Bathurst: 1.122 km Brisbane - Augusthella: 785 km Cairns - Townsville: 374 km Townsville - Mackay: 326 km Mackay - Rockhamton: 351 km Rockhamton - Fraser Island: 385 km Fraser Island - Birsbane: 274 km Brisbane - Coff's Harbour: 422 km Sydney - Coff's Harbour: 591 km Sydney - Bega: 434 km Melbourne - Bega: 700 km Broken Hill - Bathurst: 950 km Mildura - Canberra: 814 km Sydney - Canberra: 302 km Melbourne - Canberra: 651 km Melbourne - Hobart: 510 km Sydney - Bathurst: 211 km Darwin - Kakadu N.P.: 254 km

Karte und Entfernungen von Australien-Info.de

Sydney - 07.03.2006

Stabilere Toiletten für immer dickere Australier

In Australien sollen die Toiletten der wachsenden Körperfülle der Benutzer angepasst werden. Die Organisation Standards Australia, die Sicherheitsstandards für den Kontinent festlegt, erwägt derzeit eine Empfehlung, nach der die Toiletten künftig auch dickeren Benutzern Stand halten müssen. Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Fettleibigkeit in "Down Under". Sprecherin Kate Evans erklärte der derzeitige Industriestandard für die maximale Belastung einer Toilettenschüssel betrage nur 45 Kilogramm. Es werde geprüft, ihn auf 150 Kilogramm anzuheben. Auch Organisationsmitglied Steve Cummings sprach sich für stabilere Toiletten aus. "Wenn man darauf sitzt, will man auch, dass sie einen tragen", sagte er der Zeitung "The Daily Telegraph".

Quelle: APA

1843