Von Jürmala fuhren wir westwärts nach Sabile in der lettischen Schweiz, um den nördlichsten Weinberg der Welt zu besichtigen.

Wappen von Sabile

Sabile hat mit dem laut Guinness-Buch der Rekorde nördlichsten Weinberg der Welt eine Besonderheit aufzuweisen. Auf diesem Berg wird schon seit dem 16. Jahrhundert Wein kultiviert. Während der Sowjetzeit wurde der Weinberg liegen gelassen. Erst 1989 wurde er der Weinbau wieder aufgenommen. Der Weinberg hat eine Höhe von 33,7m (115 m über dem Meeresspiegel) und eine Gesamtanbaufläche von 1,5 ha.

Wegweise zum Weinberg

Die speziell gezüchtete Traube heißt Zilga.

Traubensorte

Jedes Jahr findet in Sabile ein Weinfest statt.

Hinweis auf Weinfest

In Sabile aßen wir auch zu Mittag.

Hier ist ein lettischer Zeitungsartikel in deutscher Sprache über den Weinberg in Sabile zu finden.

Eingang Weinberg
Eingang zum Weinberg. Es wird eine kleine Eintrittsgebühr verlangt

Weinberg von unten

Weinberg von oben

Rebenbefestigung

Trauben

Da wir am nächsten Tag Kuldîga besichtigen wollten, suchten wir in der Nähe von Kuldîga einen Campingplatz. Von dem von uns ins Auge gefassten Platz wurde uns abgeraten, weil am nächsten Tag auf dem Platz ein Musikveranstaltung stattfinden sollte und der Platz bereits geschäftig und laut sei (Proben).

Wir irrten umher, fuhren sogar bis zur Ostsee, fanden aber keinen geeigneten Platz.

Auf halbem Wege zwischen Ostsee und Kuldîga sahen wir in unserem Atlas das Zeichen für zwei Campingplätze. Beide Plätze waren nur über unbefestigte Straßen bzw. Wege erreichbar. Wir wagten trotzdem das Abenteuer und fanden schließlich den wunderschönen Platz Ķiši am See Zvirgzdu. Siehe auch Kartenausschnitt unten.

Camping Kisi

Als wir am nächsten Morgen kurz vor 9 Uhr nach Kuldîga fahren wollten, waren die Straßen und Wege gesperrt. An zwei Stellen, die wir anfuhren, stand je eine Polizistin. Keine verstand eine Fremdsprache, sodass wir nur feststellen konnten, dass sie uns nicht durchließen.

Plötzlich kam ein Kontrollfahrzeug. Wir machten uns bemerkbar und bedeuten, dass wir am Vormittag in Kuldîga sein müssten. Ein Insasse sagte in deutsch: fahren Sie, schnell, schnell. So kamen wir doch noch rechtzeitig nach Kuldîga.

Nach unseren Beobachtungen waren die Straßen und Wege für ein Radrennen gesperrt. Die Sperrung sollte bis 14 Uhr dauern.

Campingplatz Kisi (markiert)
Campingplatz Kiši am See Zvirgzdu (blau markiert)

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