Der Gauja-Nationalpark ist mit etwa 920 km² der größte Nationalpark in Lettland. Er liegt etwa 40 km nordöstlich von Riga und erstreckt sich teilweise durch malerische Landschaft nordöstlich von Cēsis bis südwestlich von Sigulda. Namensgeber des Nationalparks ist der Fluss Gauja.

Brücke über die Gauja
Brücke über die Gauja bei Sigulda

Guaja
Blick von der Brücke auf die Gauja

Schnecke
auch ein Verkehrsteilnehmer

Badende
Badende an der Gauja


Skiabfahrt (im Bau während unseres Aufenthaltes)

Übernachtet haben wir auf dem Platz Sigulda Pudmale direkt an der Gauja. Während unseres Aufenthaltes auf dem Campingplatz wurden gerade Werbeaufnahmen für eine Biermarke gemacht.

Werbeaufnahmen

Werbeaufnahmen

Werbeaufnahmen

Die Burg von Turaida (Turaidas pils) wurde 1214 von Erzbischof Albert von Riga auf den Resten einer alten Häuptlingsburg errichtet. Sie war bewohnt, bis sie im Jahr 1776 mit Ausnahme des Turms abbrannte. Seit 1953 wird die Anlage rekonstruiert.

Burg Turaida

Burg Turaida

Burg Turaida

Im Parkgelände sind in Naturstein gestaltete Skulpturen des Bildhauers Indulis Ranka ausgestellt.

Skulptur

Auch im Park liegt das vielbesuchte Grab der Rose von Turaida.

Nach einer Schlacht zu Füßen der Burg im Jahr 1601 fand der Burgschreiber auf der Suche nach Überlebenden ein Baby in den Armen seiner toten Mutter. Er zog das Mädchen wie eine eigene Tochter auf und gab ihm den Namen Maja (oder Maija). Herangewachsen wurde sie wegen ihrer Schönheit die Rose von Turaida genannt. Sie liebte Viktor, den jungen Gärtner des Schlosses von Sigulda. Im Herbst 1620 wollten die beiden heiraten. Kurz zuvor erhielt Maja einen Brief von Viktor, der sie um eine Begegnung bei der Gutmannhöhle (Gutmana ala), ihrem gewöhnlichen Treffpunkt, bat. Sie begab sich in Begleitung von Lenta, der jungen Tochter ihres Adoptivvaters, zur Höhle. Dort lauerte Adam Jakubovsky, ein polnischer Adliger, auf sie und wollte sie zwingen, seine Frau zu werden. Maja versprach, ihm ihr Halstuch zu schenken, das den Träger unverwundbar mache, falls er sie gehen ließe, und forderte ihn auf, die Wirkung des Tuches an ihr zu erproben. Jakubovsky schlug daraufhin mit einem Beil zu, Maja starb und hatte ihre Ehre gerettet.

Viktor beerdigte seine Verlobte bei der Burg, pflanzte eine Linde auf das Grab und verließ die Gegend für immer. Heute noch legen Jungvermählte Blumen auf das Grab der Rose von Turaida.

Linde
Die Linde

Grabstein Rose von Turaida

Cēsis (deutsch: Wenden) liegt auf Hügeln und Terrassen oberhalb der Gauja am nördlichen Ausgang des Gauja-Nationalparks. Cēsis ist ehemalige Hansestadt und Hauptstadt des nach ihr benannten Landkreises.

Cēsis

Cēsis

Cēsis

in der Kirche

Cēsis

Cēsis

Cēsis

Deutsche Kreuzritter des Livländischen Ordens begannen 1209 mit dem Bau der Burg 'Wenden'. Nachdem die Ordensburg vergrößert und befestigt worden war, diente sie mit verschiedenen Unterbrechungen von 1237 bis 1561 als Wohnsitz des Ordensmeisters und somit als Hauptsitz des Ordens. 1577 zerstörte die Besatzung die Burg um zu verhindern, dass sie in die Hände Ivans des Schrecklichen fiel. Sie wurde danach wieder aufgebaut, 1703 jedoch im großen nordischen Krieg von den russischen Truppen abermals zerstört und in diesem Zustand belassen.

Burg Cēsis

1765