Am 11.9.2016 machten wir mit unserem Wohnmobil eine Rundreise durch die Castagniccia.

Von unserem Campingplatz in Biguglia fuhren wir auf schmalen, bisweilen sehr schmalen Straßen (kofortabel für überbreite Motorräder) durch die Castagniccia (Hügellandschaft, auch Kastanie).

Die Straße teilten wir zeitweilig mit umherlaufenden Kühen und Schweinen.

Bei dieser Rundfahrt besichtigten wir auch die Kirche Saint Michel de Murato.

Klick auf Grafik um die Route in Google Earth zu sehen.












Maronenwälder auf Hügeln und in Tälern machten bis vor 100 Jahren den Reichtum der Gegend aus. Bis zu 20 m sind die Kastanienbäume hoch, nach denen die Region benannt ist.

Über die Maronen, einst wichtig in der korsischen Küche, machten sich bis lange nur die Schweine her, die Region ist stark von der Landflucht betroffen. Inzwischen erleben Kastanien eine Renaissance. ob als Mehl oder im Bier.




In Lento saßen Leute vor der Bar auf der Straße und haben sich gefreut uns zu sehen. Der Wirt war überrascht über unser Erscheinen und fragte, was wir hier machen. Wir sagten, wir wollen nach Morosaglia. Da sagte er: in wenigen Metern links abbiegen. Dann sagte er noch, wir möchten seinen Sonnenschutz nicht beschädigen (der ragte halb auf die von Mülleimern und Fahrzeugen verrengte Dorfstraße). Wir fragten, ob er etwas zu essen habe. 'Nein' sagter er, aber zu trinken. Wobei er das Trinken stark betonte.

Das Bild rechts zeigt die Bar und die enge Straße (entnommen Google StreetView)






Ponte Nuovo: an dieser Brücke über den Fluss Golo wurden im Jahre 1769 die Korsen unter der Führung von Pasquale Paoli im Unabhängigkeitskrieg von den Franzosen besiegt. Die Unabhängigkeit dauerte nur 14 Jahre.




Die typischen (alten) Dörfer Kosikas sind grau und abweisend. Das kommt von dem verwendeten Baumaterial. Ein solcher Ort ist Penta di Casinca.


1794