Das Wahrzeichen des unteren Kamptals ist die Rosenburg, eine der Top-Sehenswürdigkeiten des Landes.

Hoch ragt sie über dem 100 Meter tiefer liegenden Tal auf.

Die Burg entstand bereits in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Herren von Rosenberg schlossen sich früh der Lehre Luthers an, wodurch die Burg ein geistiges Zentrum des Protestantismus wurde.

1597 wurde die mittelalterliche Anlage durch die neuen Besitzer, die Herren von Grabner, zu einem prächtigen Renaissanceschloss mit deutlichen venezianischen Anklängen umgebaut.

Nach 1611 gelangte die Burg durch Verkauf in katholische Hände. Zunächst wurde sie weiter ausgebaut - so entstand ein riesiger Turnierhof -, doch bald wurden alle weiteren Maßnahmen wegen Geldmangels eingestellt.

1620 erstürmten protestantische Truppen die Burg und richteten ein großes Gemetzel an. Der Angriff auf die Burg war die Reaktion auf die Hinrichtung eines unschuldigen jungen Mannes.

In den Jahren danach machte sich Verfall breit, und 1809 ließ ein Feuer die heruntergekommene Burg völlig zerstört zurück. 1859 machte sich Ernst Graf Hoyos - die Familie war Eigentümer seit 1681 - daran, sie in den alten Formen zu restaurieren und stattete sie auch neu aus. Bis heute gehört die Burg der Familie Hoyos.

1765