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Die Usbeken fahren chaotisch: überholen rechts, fahren auch mal die
Einbahnstrasse entgegengesetzt, hupen viel.

Auf den Straßen und den wenigen Schnellstraßen sind neben Kraftfahrzeugen
auch Menschen, Eselskarren, Rinder, Schafe und sonstiges Getier unterwegs
- teils auf der falschen Straßenseite entgegenkommend.

Ein usbekischer Autofahrer hat auch keine Hemmungen, mit 180 km/Std einen
Eselskarren zu überholen. Und auf Schnellstraßen ist immer mal
eine Lücke im Mittelstreifen zum Wenden!
Es gibt kaum Wegweiser. Autofahrer müssen den Weg kennen oder danach
fragen.
In der Sowjetzeit sind Straßen und Eisenbahnlinien von der Trassenführung
optimal angelegt worden. Das heißt, an Grenzen zu Staaten wie Kirgisien,
Kasachstan sind die Trassen einige hundert Meter oder auch Kilometer durch
das andere Land geführt worden. Jetzt sind die Grenzen zu und man kann nicht
die kürzere Strecke fahren, sondern muss Umwege machen (in einem Fall ging die
Straße nur 300 Meter durch Kirgisien und wir mussten 30 km Umweg fahren).
Grund für die Grenzschließung: Usbekistan wollte einen Kredit von der
Weltbank. Die Weltbank machte Auflagen, die indirekt die Schließung der
Grenzen zur Folge hatte. Die Anforderung der Weltbank konnte Usbekistan
nicht erfüllen und man geht davon aus, dass die Grenzen wieder geöffnet
werden (wie vor ca. 2 Jahren).

Ähnlich ist es mit der Eisenbahn. Ganze Strecken werden nicht mehr benutzt
und dafür Lastwagen eingesetzt. Zum Beispiel für Öltransporte vom Ferganatal
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nach Tashkent. Hier soll aber der Grund die hohen Transitgebühren durch
ehemalige "Bruderstaaten" sein.
Die Straßen sind mit Ausnahme vom Ferganatal in keinem guten Zustand. Im
Ferganatal haben sie meist westlichen Standard. Der Grund soll die recht
starke Opposition der Einwohner des Ferganatals gegen den Regierungschef
(Islam Karimov) sein (Bonbon).
Ins Ferganatal ist mit deutscher Technologie eine breite, meist vierspurige
Pass-Straße gebaut worden. Diese Straße dürfen nur KFZs
bis maximal 7 Sitzplätzen befahren. Also kein 9-sitziger Minibus (wie wir
ihn hatten) und kein Bus. Lastkraftwagen jeder Größe dürfen aber fahren.
Den Grund konnte uns bisher niemand nennen.
Für unsere Fahrt ins Ferganatal wurden zwei Personenwagen angemietet. Im
Ferganatal hatten wir wieder einen (lokalen) Minibus.
Überall sieht man Polizeiposten, die Autofahrer kontrollieren. An den Grenzen
der usbekischen Bezirke und an den Einfallstraßen größerer Städte sind
grenzähnliche Kontrollen. Meistens müssen die Autofahrer ihren Pass zeigen.
Drei Mal musste auch unser Pass (durch den Fahrer) vorgezeigt werden. Persönlich
wurden wir nie kontrolliert (außer am Flughafen). Meistens wurde unser Minibus
weitergewunken, wenn man uns Westler im Auto sah.
Trotz oder wegen der Kontrollen fühlten wir uns immer sicher.

Und keinesfalls wollen wir vergessen zu sagen, daß wir trotz des chaotischen
Verkehrs auf unserer gesamten Reise (mindestens 2.000 km) keinen
Unfall gesehen haben!
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