Das einzige Objekt neben der Chinesischen Mauer, das vom Mond aus gesehen werden kann!

Die 1.200 bis 1.300 Gäste aus ganz Deutschland, die ihre Karten schon viele Monate zuvor für diese zu den Höhepunkten des Rheingau Musik Festvials zählenden Veranstaltung sichern, schreiten gegen 17:00 Uhr durch das schmiedeeiserne Tor zum Lieblingsweinberg der Eberbacher Mönche und suchen ihren reservierten Platz an der etwa einen Kilometer langen Tafel.

Der nach dem steinigen Schieferboden benannten Steinberg legten die Eberbacher Mönche in Teilen breits im 12. Jahrhundert an. Seine seit Mitte des 13. Jahrhunderts fast unveränderte Fläche wurde letztmalig 1836 auf 32 Hektar erweitert.

Der imposante Weinberg ist von einer 2,6 km langen, zum Teil noch mittelalterlichen Bruchsteinmauer umschlossen, was den Steinberg zu einem einmaligen Kulturdenkmal macht.

Weil der Traubendiebstahl überhand nahm, wurde die Mauer 1766 vervollständigt und mit vier barocken Torbauten versehen. Die Mauer sorgt für das günstige Mikroklima. Deshalb bringen die Steinberger Weine durch die geschützte Lage einige Oechsle-Grade mehr.

Der sogenannte Mauerwein, der in deren Schutz gedeiht, erreicht Spätlese- und Auslese-Qualitäten. Der mehr als 850 Jahre alte Klosterweinberg blieb bis heute ungeteilt.

Von seinen Plätzen haben die Gäste eine schöne Aussicht vom snaft geschwungenen Weinbergsweg hinunter ins Tal und auf die andere Rheinseite. Der Blick schweift über satt grüne Reben und gold-gelbe, abgeerntete Getreidefelder auf das Band des Rheines.

Für die zünftige Vesper mit Brot, Wurst, Schinken, Landjäger, Käse und Weintrauben sorgen Metzger, die sie auf Brettgestellen ranschleppen.

Die gut ausgewählten Charleston-, Dixie- und Schlagermusik, die Einlagen von Gaukler, Zauberer und Komödiant verwendeln die Tafelrunde bald in ein großes Picknick-Happening.

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